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Lockheed Martin Aktie: F-35-Rahmenvertrag über zehn Jahre

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 12:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das US-Verteidigungsministerium und Lockheed Martin sehen 850 Jets für US-Streitkräfte vor; ein endgültiger Vertrag erfordert noch die Zustimmung des Kongresses.
Pop-Art-Comic-Szene für Lockheed Martin, ISIN US5398301094, mit stilisiertem Kampfjet und bunten Explosionsformen Illustration mit AI erstellt.

Am Tag der Quartalszahlen legt Lockheed Martin eine weitere Nachricht nach: Das Unternehmen und das US-Verteidigungsministerium haben ein Rahmenabkommen für die F-35 vorgestellt. Es soll Produktion und Wartung des Kampfjets für ein Jahrzehnt planbar machen. Ein endgültiger Vertrag steht allerdings noch aus.

Was das Rahmenabkommen vorsieht

Vorgesehen sind 850 Flugzeuge für die US-Streitkräfte über zehn Jahre, dazu Erstausstattung mit Ersatzteilen, Modifikationskits und Wartung. Hinzu kommen Bestellungen internationaler Kunden in den Losen 21 bis 30. Die Produktionsrate soll bei 156 Maschinen pro Jahr bleiben.

Der Konzern verspricht sich davon vor allem Planungssicherheit. Konzernchef Jim Taiclet erklärte, mit dieser Gewissheit ließen sich Vorabinvestitionen in Kapazität, Effizienz und Lieferkette stemmen. Lieferanten könnten Rohstoffe und kritische Teile künftig in größeren Mengen bestellen, der jährliche Vertragszyklus entfiele.

Staat und Hersteller erwarten Einsparungen in Milliardenhöhe über den Lebenszyklus des Programms, getragen von Mengenrabatten und langfristiger Preisbindung.

Noch kein finaler Vertrag

Wichtig ist der Vorbehalt: Das Abkommen hängt davon ab, dass der Kongress Mehrjahresermächtigung und die zugehörigen Mittel in den kommenden Monaten bewilligt. Erst danach wollen das F-35-Programmbüro und Lockheed Martin Vertragsbedingungen, Preise und Zeitpläne in einem formalen Zuschlag festschreiben.

Das Programm soll nach Unternehmensangaben rund 317.000 US-Arbeitsplätze stützen. Mehr als 1.375 F-35 sind weltweit im Einsatz.

Timing vor den Zahlen

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Heute Vormittag berichtet der Rüstungskonzern über das dritte Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn von 7,52 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von rund 20,5 Milliarden Dollar. Das Kursziel der 23 beobachtenden Analysten liegt im Mittel bei 618,86 Dollar, die Aktie notierte zuletzt bei etwa 548 Dollar.

Im Fokus stehen zwei Themen: die Munitionsproduktion, etwa bei PAC-3-Abfangraketen, und die Margen bei wachsender Kapazität. UBS-Analyst Gavin Parsons traut dem Raketengeschäft bis 2030 ein jährliches Wachstum von 20 Prozent zu. Der F-35-Rahmenvertrag liefert dafür nun einen zusätzlichen Baustein, denn er sichert den Absatz des größten Programms im Konzern über Jahre ab, sofern der Kongress zustimmt.

Heute zählen deshalb zwei Dinge: ob die Quartalszahlen die Erwartungen treffen und ob das Management die Mehrjahresplanung für die F-35 in der Prognose konkretisiert.

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