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Liberty Media Aktie: Malones Stimmrechte schrumpfen

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 15:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach dem Aktientausch sinkt Malones Stimmenanteil auf etwa 3 Prozent; Liberty Media meldet 163 Millionen Dollar Quartalsgewinn.
Moderner Konferenzraum mit Blick auf eine nächtliche Skyline, symbolisch für unternehmerische Stimmrechtsstrukturen. Illustration mit AI erstellt.

Liberty Media baut seine Machtstruktur um. Der Konzern hat die hoch stimmberechtigten Series-B-Aktien von Gründerlegende John Malone übernommen. Parallel dazu legte das Unternehmen heute Zahlen zum dritten Quartal vor.

Tausch beendet Malones Kontrollposition

Die Malone-Gesellschaften hielten rund 2,3 Millionen Series-B-Aktien. Das entsprach etwa 97 Prozent dieser Gattung und rund 48 Prozent der Stimmrechte. Liberty Media tauschte sie gegen Aktien der Serien A und C. Je B-Aktie gab es 0,26 A-Aktien und 2,34 C-Aktien.

Nach dem Deal fällt Malones Stimmrechtsanteil auf etwa 3 Prozent. Kein Aktionär hält mehr als 9 Prozent der Stimmen. Die Prämie im Tauschverhältnis beziffert das Unternehmen auf rund 1,5 Prozent der Marktkapitalisierung.

Auslöser waren unaufgeforderte Angebote Dritter für Malones B-Aktien. Das Unternehmen wollte verhindern, dass ein so großes Stimmpaket ohne Beteiligung der übrigen Aktionäre den Besitzer wechselt. Ein unabhängiger Sonderausschuss unter Chase Carey verhandelte und billigte die Transaktion.

Malone gibt sein Amt als Chairman Emeritus ab und bleibt Senior Advisor. Zum Schutz vor einem schleichenden Kontrollwechsel hat der Verwaltungsrat zudem einen Aktionärsrechteplan verabschiedet. Er läuft bis zum 3. November 2027, sofern er nicht früher aufgehoben oder beendet wird.

Gewinn springt, Umsatz legt zu

Auch die Quartalszahlen fielen deutlich aus. Der Gewinn stieg auf 163 Millionen Dollar, nach 13 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 1,226 Milliarden Dollar.

Zum Konzern gehören unter anderem die Formel 1 und MotoGP. Die Details der Quartalsbilanz erläuterte das Management in einer Telefonkonferenz.

Marktbeobachter dürften die neue Aktionärsstruktur als Schritt zu einer breiteren Investorenbasis werten, das Unternehmen nennt genau das als möglichen Effekt. Der Rechteplan schützt die Gesellschaft bis Anfang November 2027 vor ungeplanten Übernahmeversuchen. Details dazu will Liberty Media in einem 8-K-Bericht bei der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichen.

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