Lennox, Aktie

Lennox Aktie: Margen unter Druck

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 12:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Kosten und schwächere Margen belasten Lennox; der Konzern senkt seine Gewinn- und Umsatzwachstumserwartungen.
Industrielle Produktionsumgebung mit Fokus auf mechanische Komponenten und atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Umsatz über den Erwartungen, Gewinn darunter, Prognose gesenkt: Lennox liefert für das dritte Quartal ein gemischtes Bild. Vorbörslich gab die Aktie um rund 5,5 Prozent nach. Der Grund liegt weniger beim Wachstum als bei den Margen.

Umsatz wächst, Gewinn schrumpft

Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen leicht. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag allerdings bei 6,84 Dollar, ein Minus von 7 Prozent zum Vorjahr. Erwartet hatte der Markt 7,36 Dollar.

Die Ursachen benennt das Unternehmen selbst: Produktkosteninflation inklusive Zöllen sowie geringere Auslastung der Werke belasteten das Ergebnis mit 45 Millionen Dollar. Höhere Treibstoffkosten und steigende Vertriebs- und Verwaltungskosten kamen hinzu. Die Segmentmarge sank um 240 Basispunkte auf 20,6 Prozent.

Zwei Geschäfte, zwei Richtungen

Das Wohnraumgeschäft Home Comfort Solutions bereitet die größten Sorgen. Der Umsatz wuchs nur um 3 Prozent auf 937 Millionen Dollar, die Marge brach um 490 Basispunkte auf 18,7 Prozent ein. Lennox senkte gezielt Preise, um Marktanteile zu verteidigen und zurückzugewinnen. Das drückte zusätzlich auf die Profitabilität.

Ganz anders die Gewerbesparte Building Climate Solutions. Der Umsatz legte um 24 Prozent auf 635 Millionen Dollar zu, organisch waren es 15 Prozent. Die Marge gab zwar um 110 Basispunkte nach, blieb mit 26,2 Prozent aber hoch. Für das Gesamtjahr erwartet das Management hier weiterhin steigende Margen.

Prognose deutlich gekappt

Die Jahresprognose fällt spürbar niedriger aus. Lennox erwartet nun einen bereinigten Gewinn von 21,00 bis 21,50 Dollar je Aktie, zuvor waren es 23,00 bis 24,00 Dollar.

Die Konsensschätzung lag bei 23,38 Dollar. Das Umsatzwachstum soll bei etwa 6 Prozent liegen, zuvor waren rund 8 Prozent angepeilt. Fünf Prozentpunkte stammen aus Übernahmen.

Der freie Cashflow soll 700 bis 750 Millionen Dollar erreichen. Im Quartal selbst floss deutlich mehr Geld als im Vorjahr, vor allem wegen abgebauter Lagerbestände.

Konzernchef Alok Maskara spricht von verschärftem Wettbewerb und anhaltender Inflation. Lennox will Kostensteigerungen künftig besser weitergeben, die Produktivität erhöhen und das Einstiegssegment mit neuen Produkten stärken. Ob das die Margen im Wohnraumgeschäft stabilisiert, dürfte sich erstmals mit den Zahlen zum vierten Quartal zeigen.

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