Leidos, Aktie

Leidos Aktie: Prognose nach oben

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 12:46 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Gewinnziele und ein Auftragsbestand von 49,6 Milliarden Dollar treffen auf eine reduzierte Umsatzschätzung für 2026.
Leidos, Aktie, Prognose, Höhere, Gewinnziele, Auftragsbestand, Milliarden, Dollar, Umsatzschätzung Illustration mit AI erstellt.

Leidos hebt die Gewinnprognose für 2026 zum dritten Mal in Folge an, senkt aber gleichzeitig die Umsatzerwartung. Der Grund liegt im Konzernumbau: Die Sicherheitssparte ist seit Anfang Oktober in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Altaris gebündelt.

Gewinn wächst schneller als der Umsatz

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um vier Prozent auf 4,63 Milliarden Dollar. Treiber waren Verteidigungstechnik, Flugverkehrssysteme und Aufklärungsprojekte sowie die Übernahme von ENTRUST Solutions. Schwächer liefen einige Programme im Gesundheitsbereich und in der zivilen Bundes-IT.

Beim Gewinn fiel das Wachstum deutlich höher aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 19 Prozent auf 3,62 Dollar zu, der Nettogewinn erreichte 413 Millionen Dollar. Geholfen hat eine niedrigere Steuerquote, vor allem wegen höherer Forschungssteuergutschriften. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich leicht auf 13,9 Prozent.

Auch der Cashflow überzeugte. Operativ flossen 523 Millionen Dollar zu, der freie Cashflow lag bei 476 Millionen Dollar. Leidos gab 556 Millionen Dollar an die Aktionäre zurück, der Großteil davon über Aktienrückkäufe. Die Quartalsdividende steigt um 4,7 Prozent auf 0,45 Dollar je Aktie. Der Verwaltungsrat hat sie am 30. Oktober beschlossen, ausgezahlt wird am 31. Dezember.

Neue Prognose, volle Auftragsbücher

Für das Gesamtjahr erwartet das Management nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 12,50 bis 12,70 Dollar, zuvor waren es 12,20 bis 12,50 Dollar. Beim operativen Cashflow peilt es rund 1,9 Milliarden Dollar an.

Der Umsatz soll dagegen nur noch 18,0 bis 18,2 Milliarden Dollar erreichen, nach zuvor 18,2 bis 18,4 Milliarden. Die Anpassung spiegelt das ausgelagerte Geschäft wider.

Die Auftragslage stützt den Ausblick. Neue Bestellungen von 5,5 Milliarden Dollar ergeben ein Verhältnis von Aufträgen zu Umsatz von 1,2. Der Auftragsbestand liegt bei 49,6 Milliarden Dollar. Zu den größten Zuschlägen zählen:

  • 717 Millionen Dollar von der US-Luftwaffe für Aufklärungsunterstützung
  • 672 Millionen Dollar von der Transportsicherheitsbehörde TSA
  • 318 Millionen Dollar für die Überbrückung des Militär-Gesundheitssystems MHS GENESIS
  • 301 Millionen Dollar von der US-Armee für Cyberabwehr

Erstmals erhielt Leidos zudem einen Cyber-Auftrag des US Cyber Command, Volumen 160 Millionen Dollar.

Marschflugkörper als Wachstumsfeld

Parallel baut Leidos die Raketenproduktion aus. Ein Treffen mit Zulieferern Ende September sollte Kapazitäten und Lieferpläne abstimmen. Es unterstützt die Rahmenvereinbarung mit dem Verteidigungsministerium vom 13. Mai über zunächst 3.000 Lenkwaffen vom Typ LCCM.

Die ersten LCCM sollen 2027 für Tests geliefert werden, die Serienfertigung ist für 2028 und 2029 vorgesehen. Beim Marschflugkörper Havoc Spear laufen die ersten Auslieferungen an das Spezialkommando der Luftwaffe bereits. Die Lieferungen aus dem jüngsten Auftrag über 45 Raketen sollen im Herbst 2027 beginnen.

Die Verschuldung stieg durch die Übernahme von ENTRUST auf rund 6,0 Milliarden Dollar. Das Management verweist auf die Cash-Konversion von über 100 Prozent als Puffer für Rückkäufe und Dividenden.

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