Landis+Gyr Aktie: Roque Martin leitet Connected Platforms
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 11:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach dem Abschluss wesentlicher Unternehmenstransaktionen und der Neuausrichtung seiner Geschäftsstruktur hat der Schweizer Energiespezialist Landis+Gyr sein Führungsteam umfassend erweitert.
Das Unternehmen besetzte am 4. August mehrere Schlüsselpositionen neu, um die im Juni vorgestellte Segmentstruktur operativ zu untermauern. Roque Martin, ehemals CEO von Aras, übernahm die Leitung des Bereichs Connected Platforms, während Eugene Mazo als Senior Vice President für Grid Intelligence verpflichtet wurde.
Die neuen personellen Weichenstellungen folgen auf die strategische Neugliederung, die Landis+Gyr im Rahmen eines Capital Markets Day am 1. Juni in New York präsentiert hatte.
Das Geschäft konzentriert sich nun verstärkt auf die beiden Segmente Connected Platforms, das das klassische Zähler- und Kommunikationsgeschäft umfasst, und Grid Intelligence, welches Softwarelösungen, Datenanalyse und Beratungsleistungen bündelt. Ergänzt wurde die Managementriege zudem durch neue Verantwortliche für die Bereiche Strategie, Marketing und Personalwesen.
Fokus auf Aktienrückkäufe und Kapitalrendite
Parallel zur personellen Neuaufstellung treibt Landis+Gyr die Rückführung von Kapital an seine Aktionäre voran. Am 3. August kündigte das Unternehmen ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm an.
Über ein Festpreisangebot sollten innerhalb einer zehntägigen Periode Papiere im Wert von bis zu 50 Millionen Schweizer Franken zurückgekauft werden. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Vorhabens, insgesamt 175 Millionen US-Dollar an die Anteilseigner zurückzugeben.
Bereits vor diesem spezifischen Angebot hatte Landis+Gyr rund 1,2 Millionen eigene Aktien für etwa 60 Millionen Schweizer Franken erworben, was einem Anteil von 4,2 Prozent des Aktienkapitals entspricht.
Zusätzlich zur Rückkaufstrategie bestätigte die Generalversammlung am 26. Juni die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,20 Franken pro Aktie, die aus den Kapitaleinlagereserven geleistet wurde. In das Aufsichtsgremium wurde zudem Scott Reese, ein früherer Manager von GE Vernova Electrification Software, als neues Mitglied des Verwaltungsrats gewählt.
Finanzielle Kennzahlen im Zeichen des Umbaus
Die jüngsten Geschäftszahlen spiegeln die Transformation des Konzerns wider, insbesondere nach dem Verkauf des EMEA-Geschäfts an die Beteiligungsgesellschaft AURELIUS. Diese Transaktion mit einem Unternehmenswert von 215 Millionen US-Dollar wurde wirtschaftlich zum 31. März abgeschlossen und umfasste das gesamte Zählerportfolio für Strom, Gas und Wasser in der Region sowie fünf Produktionsstandorte mit rund 2.800 Mitarbeitenden.
Im am 28. Juli veröffentlichten Trading Update für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 wies Landis+Gyr einen Umsatzrückgang von 6,8 Prozent auf 232,3 Millionen US-Dollar aus.
Trotz des geringeren Volumens gelang es dem Unternehmen, die bereinigte Bruttogewinn-Marge um 2,8 Prozentpunkte auf 37,4 Prozent zu steigern. Der Auftragsbestand blieb mit 3,82 Milliarden US-Dollar auf einem hohen Niveau, auch wenn der Auftragseingang im Quartal leicht auf 167 Millionen US-Dollar sank.
Das Management hält an seinen Zielen für das gesamte Geschäftsjahr 2026 fest. Erwartet wird ein Nettoumsatz zwischen 1,075 und 1,125 Milliarden US-Dollar. Die bereinigte EBITDA-Marge soll sich nach Unternehmensangaben in einem Korridor von 14,5 bis 15,5 Prozent bewegen. Damit setzt das Unternehmen auf eine Stabilisierung der Profitabilität nach der Trennung vom margenschwächeren EMEA-Zählergeschäft.
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