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Lamb Weston Aktie: Prognose nach oben

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 15:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nordamerika und ein höherer bereinigter Gewinn je Aktie stützen die angehobenen Jahresziele, während das internationale Geschäft schwächelt.

Trading-Floor mit Bildschirmen und Charts zu landwirtschaftlichen Rohstoffen
Börsen-Editorial mit Handelssaal und Agrarrohstoff-Charts illustriert Lamb Weston Aktie ISIN US5132721045 am NASDAQ Illustration mit AI erstellt.

Lamb Weston hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 die Erwartungen übertroffen und die Jahresziele angehoben. Hinter den guten Zahlen steckt ein klares Gefälle: Nordamerika läuft, Europa belastet weiter.

Nordamerika zieht, Europa bremst

Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 1,67 Milliarden Dollar, Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,75 Dollar, erwartet worden waren 0,59 Dollar. Der Nettogewinn fiel dagegen um 55 Prozent auf 29 Millionen Dollar.

Das Nordamerika-Geschäft wuchs um fünf Prozent. Das Absatzvolumen legte das siebte Quartal in Folge zu, getragen von bestehenden Kunden und Neugeschäft. Das bereinigte Segment-EBITDA stieg um 11 Prozent, auch dank Kostensenkungen und Zollrückerstattungen von fünf Millionen Dollar.

Ganz anders das Bild im internationalen Geschäft. Die Erlöse sanken um acht Prozent, das bereinigte EBITDA brach um 54 Prozent ein. Der Konzern verweist auf schwache Nachfrage in Europa, höhere Kartoffelkosten aus dem Vorjahr und unausgelastete Werke. Die Produktion in Broekhuizenvorst wurde bereits eingestellt, um das Netzwerk besser auszulasten.

Höhere Ziele, aber Kostendruck

Für das Gesamtjahr erwartet Lamb Weston nun einen bereinigten Gewinn von 3,05 bis 3,35 Dollar je Aktie, zuvor waren es 2,95 bis 3,25 Dollar. Die Mitte der Spanne liegt über dem Analystenkonsens von 3,01 Dollar.

Beim Umsatz peilt das Management ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich an, bisher lag die Spanne zwischen null und einem Prozent. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 1,125 und 1,215 Milliarden Dollar liegen.

Vorstandschef Mike Smith räumte allerdings unerwarteten Inflationsdruck bei Rohstoffen und Fracht ein. Dagegen setzt das Unternehmen auf Lieferantengespräche und Absicherungen. Die Auslastung in Nordamerika stieg zudem um rund zehn Prozentpunkte, was das Kostensparprogramm stützen soll.

Die Aktie legte im vorbörslichen Handel zu, zuletzt um gut ein Prozent auf 45,10 Dollar. Nach Bekanntgabe der Zahlen war zeitweise von einem Plus von dreieinhalb Prozent die Rede.

Dividende und Strategie-Termin

Die Quartalsdividende beträgt unverändert 0,38 Dollar je Aktie. Sie wird am 4. Dezember 2026 an Aktionäre gezahlt, die am 6. November 2026 im Register stehen. Aktien kaufte das Unternehmen im Quartal nicht zurück, die Ermächtigung über rund 245 Millionen Dollar bleibt bestehen.

Mehr Klarheit über die langfristige Richtung soll ein Investor Day Anfang 2027 bringen. Dort will das Management seine Pläne zur Priorisierung von Märkten und Kanälen im Rahmen der Strategie „Focus to Win“ vorstellen.

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