L3Harris, Aktie

L3Harris Aktie: 4,7-Milliarden-Auftrag von Lockheed

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 05:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

L3Harris fokussiert bestehende Verteidigungsprogramme, gewinnt Aufträge über 4,7 Milliarden und 60 Millionen Dollar, kämpft aber mit Verzögerungen.

Fotorealistisches Werksgelände mit Transportflugzeug und Antennenanlagen bei bewölktem Himmel
Fotorealistische Außenansicht einer Rüstungsfabrik von L3Harris Technologies zeigt Transportflugzeug, ISIN US5024311095, bewölkter Himmel Illustration mit AI erstellt.

Der US-Verteidigungskonzern L3Harris Technologies setzt seinen Schwerpunkt klar auf das bestehende Geschäft. Auf einer Investorenkonferenz von Morgan Stanley am Mittwoch betonte das Management den Vorrang von Investitionen in Verteidigungsprioritäten. Größere interne Umstrukturierungen plane das Unternehmen derzeit nicht. Stattdessen stehe die verlässliche Abwicklung bestehender Programme im Mittelpunkt.

Neue Rüstungsaufträge stärken das Orderbuch

Flankiert wurde dieser Kurs in den vergangenen Tagen von neuen Vereinbarungen mit dem US-Militär. Am Montag erhielt der Rüstungselektronik-Spezialist einen Auftrag der U.S. Air Force über rund 60 Millionen Dollar. Die Mittel fließen in die fortgesetzte Fertigung spezieller Höhensensoren für Cockpits.

Zusätzlichen Zuspruch erhielt das Unternehmen am Kapitalmarkt. Das Analysehaus Guggenheim startete die Beobachtung der Aktie am Dienstag mit einer Kaufempfehlung. Die Experten setzten das Kursziel bei 365 Dollar an.

Großauftrag für Raketenantriebe trotz Gegenwind

Den bisher größten operativen Meilenstein des Monats markierte eine Vereinbarung mit Lockheed Martin vom 8. September. Der Rüstungspartner erteilte L3Harris einen Großauftrag über 4,7 Milliarden Dollar mit einer Laufzeit von sieben Jahren. Das Unternehmen liefert dafür Antriebssysteme für den Flugkörper PAC-3 Missile Segment Enhancement. L3Harris bezeichnete den Abschluss als bisher größten Antriebsauftrag innerhalb dieses Programms.

Gleichzeitig verzeichnet der Konzern spürbare Reibungsverluste im Tagesgeschäft. Auf einer Branchenkonferenz von Jefferies am 9. September verwies Finanzchef Ken Sharp auf strategische Schwerpunkte in den Bereichen Raketen, Raumfahrt und Kommunikation. Zugleich räumte der Manager Verzögerungen bei Vertragsabschlüssen ein. Auch Belastungen aus einzelnen Programmen und anhaltender Druck auf die Lieferketten fordern den Konzern heraus.

Aktie verharrt nahe dem Jahrestief

An der Börse spiegeln sich diese operativen Herausforderungen deutlich wider. Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 215,60 Euro. Damit liegt der Titel seit Jahresanfang mit 15 Prozent im Minus. Die jüngsten Großaufträge müssen sich nun in den kommenden Quartalen bei der Ausführung beweisen.

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