KWS Saat Aktie: Dividende steigt trotz Umsatzminus
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 07:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Weniger Umsatz, mehr Gewinn je Aktie, höhere Dividende — die Zahlen von KWS Saat für das Geschäftsjahr 2025/2026 zeigen ein Unternehmen, das sich in einem schwierigen Agrarumfeld behauptet. Der Saatguthersteller aus Einbeck meldet einen Umsatzrückgang, gleichzeitig aber ein deutliches Plus beim Ergebnis je Aktie.
Weniger Fläche, stabile Marge
Der Umsatz sank um 3 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro, organisch waren es nur minus 1 Prozent. Grund waren rückläufige Anbauflächen bei Zuckerrüben und Mais. Die EBITDA-Marge hielt sich dennoch bei 21,1 Prozent, wenn auch gestützt durch einen Sondereffekt aus dem Verkauf von Lizenzrechten im Zuge der Veräußerung des nordamerikanischen Maisgeschäfts. Bereinigt lag die Marge bei 19,3 Prozent.
Das Ergebnis je Aktie kletterte trotz sinkender Erlöse auf 4,80 Euro, nach 4,24 Euro im Vorjahr. Ein deutlich verbessertes Finanzergebnis half hier nach — statt eines Verlusts von 35,4 Millionen Euro stand nun ein leicht positiver Wert. Die Nettoverschuldung schmolz von 61,6 Millionen auf nur noch 8,7 Millionen Euro, KWS hat seine Bilanz damit spürbar gestärkt.
Dividende legt weiter zu
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 1. Dezember 2026 eine Dividende von 1,30 Euro je Aktie vor, nach 1,25 Euro im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote von rund 29 Prozent bewegt sich im Rahmen der zuvor angehobenen Zielspanne des Unternehmens.
Auf Segmentebene zeigte sich ein gemischtes Bild. Zuckerrüben blieben mit einer EBITDA-Marge von 41,9 Prozent die Ertragsperle, auch wenn der Wert unter dem Vorjahr lag. Mais profitierte vom erwähnten Sondereffekt und verbesserte sich auf eine Marge von 21,3 Prozent. Das Gemüsesegment blieb dagegen mit minus 25,8 Millionen Euro operativ negativ — Folge des geplanten Ausbaus der Züchtungs- und Vertriebsaktivitäten in diesem Bereich.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/2027 rechnet das Management mit einer Rückkehr zu organischem Wachstum von rund 3 Prozent, vorausgesetzt die Agrarmärkte erholen sich wie erwartet. Die EBITDA-Marge soll sich dabei zwischen 19 und 20 Prozent einpendeln — ein Zielkorridor, der die Profitabilität auf dem aktuellen Niveau festschreiben würde.
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