Kroger, Aktie

Kroger Aktie: Umsatzziel gekappt, Gewinn hält

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 13:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kroger reduziert die Umsatzprognose für 2026, während das bereinigte Ergebnis je Aktie steigt und die Gewinnspanne unverändert bleibt.
Kroger, Aktie, Umsatzziel, Gewinn, Umsatzprognose, Ergebnis, Gewinnspanne Illustration mit AI erstellt.

Kroger schraubt seine Erwartungen an das Umsatzwachstum deutlich zurück – der Gewinn bleibt trotzdem stabil. Diese Diskrepanz zwischen schwächerer Nachfrage und gehaltener Profitabilität ist die eigentliche Geschichte hinter den heute vorgelegten Quartalszahlen.

Im zweiten Quartal, das am 15. August endete, wuchs der Umsatz ohne Treibstoff nur noch um 0,2 Prozent – im Vorjahresquartal waren es noch 3,4 Prozent gewesen.

Für das Gesamtjahr senkt Kroger die Prognose für das Vergleichsumsatzwachstum ohne Treibstoff auf eine Spanne von 0,2 bis 0,8 Prozent, nachdem im Juni noch 1,0 bis 2,0 Prozent in Aussicht standen. Als Belastungsfaktor nennt der Konzern einen Gegenwind von rund 140 Basispunkten durch den Inflation Reduction Act.

Gewinn wächst trotz schwacher Nachfrage

Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte im Quartal auf 1,09 Dollar, ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und drei Cent über der Analystenschätzung. Der Gesamtumsatz lag bei 34,6 Milliarden Dollar, minimal unter den Erwartungen der Wall Street. Das operative Ergebnis stieg auf 971 Millionen Dollar, nach 863 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Kroger bekräftigt trotz der gesenkten Umsatzprognose seine Gewinnspanne für das Geschäftsjahr: 5,10 bis 5,30 Dollar je Aktie sollen es am Ende sein, genau im Rahmen dessen, was Analysten erwartet hatten.

Möglich macht das vor allem das eCommerce-Geschäft, das um 20 Prozent zulegte, sowie das Werbegeschäft Kroger Precision Marketing mit einem Gewinnplus von 24 Prozent. Die Bruttomarge gab dagegen leicht nach, von 22,5 auf 22,4 Prozent – höhere Warenschwund-Kosten und Transportaufwendungen drückten hier auf die Zahlen.

Kapitalrückgaben laufen weiter

An der Ausschüttungspolitik ändert sich nichts. Kroger hatte die Quartalsdividende bereits zuvor um 11 Prozent angehoben – das 20. Jahr in Folge mit einer Dividendenerhöhung. Im Quartal kaufte der Konzern zudem Aktien im Wert von 1 Milliarde Dollar zurück, womit sich das Volumen seit Jahresbeginn auf 1,2 Milliarden Dollar summiert.

Von der im Dezember 2025 beschlossenen Rückkaufermächtigung über 2 Milliarden Dollar bleiben noch rund 800 Millionen Dollar übrig, die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 verbraucht werden sollen.

Die Verschuldung ist derweil gestiegen: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA liegt jetzt bei 1,91, verglichen mit 1,63 vor einem Jahr – allerdings weiterhin unterhalb der vom Unternehmen selbst gesteckten Zielspanne von 2,30 bis 2,50.

Für den 20. Oktober hat Kroger ein Investorentreffen angesetzt, bei dem strategische Initiativen und längerfristige Finanzziele näher erläutert werden sollen. Bis dahin bleibt die zentrale Frage im Raum stehen, ob sich das schwächelnde Umsatzwachstum stabilisiert oder die Gewinnstärke allein aus Kosteneffizienz und Werbegeschäft speist.

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