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Kratos Defense Aktie: Rothschild Redburn greift zu

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 11:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rothschild Redburn setzt 70 Dollar als Kursziel; Kratos meldet zudem Aufträge über 100 Millionen Dollar für Weltraum- und Cyberprojekte.

Kratos Defense: Rothschild Redburn startet mit Kaufempfehlung
Abstrakte Darstellung einer modernen Luft- und Raumfahrttechnologie in einer industriellen Umgebung Illustration mit AI erstellt.

Rothschild Redburn startet die Bewertung von Kratos mit "Buy" und einem Kursziel von 70 Dollar. Parallel meldet das Unternehmen Aufträge im Volumen von über 100 Millionen Dollar für Weltraum- und Cyberfähigkeiten. Zwei Nachrichten, die dasselbe Bild zeichnen: Kratos wächst in Nischen, die das Pentagon dringend braucht.

Die Analystenthese: Zulieferer mit Prime-Ambitionen

Die Analysten loben die Doppelstrategie des Konzerns. Kratos beliefert große Rüstungskonzerne und übernimmt ausgewählt selbst die Rolle des Hauptauftragnehmers. Als Zulieferer der mittleren Ebene passt das Unternehmen laut Rothschild Redburn zum Bemühen des Pentagons, die Lieferketten der Rüstungsindustrie widerstandsfähiger zu machen.

Das Haus rechnet bis 2030 mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 18 Prozent. Beim bereinigten EBITDA sind es 25,3 Prozent pro Jahr. Die Schätzungen könnten sogar zu niedrig liegen, weil das Management nach Einschätzung der Analysten konservativ plant. Partnerschaften mit Northrop Grumman und GE Aerospace sollen die Position in weiteren Programmen stärken. Die Chancen nennt Rothschild Redburn breit gestreut, aber schwer greifbar.

Das Analystenbild insgesamt ist gemischt, was die Zielhöhe betrifft. Guggenheim sieht 74 Dollar, Jefferies 68 Dollar. Stifel liegt bei 115 Dollar, Canaccord sogar bei 135 Dollar. Die Spanne spiegelt, wie unterschiedlich die Bewertung des Wachstums ausfällt.

Über 100 Millionen Dollar für Space und Cyber

Kratos kündigte mehrere Aufträge an, die zusammen über 100 Millionen Dollar wert sind. Das Unternehmen soll Prototypen für Missionsanwendungen und Cyberfähigkeiten entwickeln, die Weltraum-Aufklärungsdaten für gemeinsame Operationen liefern. Die Systeme unterstützen elektronische Kriegsführung und offensive Cyberoperationen.

Technische Basis ist das KnownSpace-Netzwerk mit mehr als 190 Sensoren weltweit. Es gilt als das größte kommerziell betriebene Funksignal-Sensornetz. Weitere Details nennt Kratos aus Sicherheits- und Wettbewerbsgründen nicht, auch Auftraggeber und Laufzeiten bleiben offen.

Starke Zahlen im Rücken

Der Rückenwind kommt aus dem zweiten Quartal. Der Umsatz stieg um 30 Prozent auf rund 459 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA um 43 Prozent. Kratos hob daraufhin die Wachstumsprognose für die kommenden Quartale an.

Die Aktie schloss zuletzt bei 42,02 Dollar, vorbörslich lag sie gut ein Prozent höher. Das Rothschild-Ziel von 70 Dollar liegt deutlich darüber. Ob der Markt diesen Abstand in den kommenden Wochen schließt, hängt auch davon ab, ob Kratos weitere Aufträge dieser Größe meldet.

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