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Kraken Robotics Aktie: Umsatzprognose auf 290–320 Millionen angehoben

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 03:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kraken Robotics präsentiert erste Quartalszahlen nach Covelya-Übernahme. Die Umsatzprognose wurde deutlich angehoben, während der Aktienkurs zuletzt nachgab.

Kraken Robotics Q2-Zahlen: Milliardenübernahme von Covelya prägt Geschäftsergebnis
Abstrakte Darstellung moderner Unterwasser-Robotik und maritimer Technologie in einer professionellen, atmosphärischen Szene. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Kraken Robotics legt heute vor Handelsbeginn seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor. Es ist der erste Quartalsbericht seit dem Abschluss der Übernahme der britischen Covelya Group Anfang Juli, die das Unternehmen rund 615 Millionen kanadische Dollar gekostet hat. Um 14:30 Uhr deutscher Zeit folgt eine Telefonkonferenz mit dem Management, in der Details zur Integration und zum Ausblick erwartet werden.

Die Übernahme verändert die Dimensionen des Unternehmens erheblich. Mit Covelya kamen die Marken Sonardyne, EIVA, Forcys, Voyis und Chelsea Technologies ins Portfolio, die Kraken Robotics im Bereich Unterwassertechnologie deutlich breiter aufstellen.

Das Management hat die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 entsprechend nach oben angepasst: Statt der zuvor angepeilten 165 bis 175 Millionen kanadischen Dollar rechnet das Unternehmen nun mit 290 bis 320 Millionen kanadischen Dollar – ein Sprung, der die Konsolidierung von Covelya widerspiegelt.

Auftragseingang legt deutlich zu

Auch operativ zeigt sich das kombinierte Unternehmen bislang stark. Die zusammengerechneten Produktaufträge von Kraken und Covelya erreichten seit Jahresbeginn 327 Millionen US-Dollar. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem von der Nachfrage nach den SeaPower-Batterien sowie nach Synthetic-Aperture-Sonar-Technologie, die in Verteidigungs- und Offshore-Anwendungen zum Einsatz kommt.

Diese Wachstumsdynamik passt zu einer im August veröffentlichten Einschätzung, in der Analysten von Seeking Alpha die Aktie erstmals mit einer optimistischen Einstufung versahen und dabei auf steigende NATO-Verteidigungsbudgets sowie den durch Covelya erweiterten adressierbaren Markt verwiesen.

Trotz dieser fundamentalen Fortschritte reagierte der Aktienkurs zuletzt verhalten. Am Mittwoch gab das Papier um 2,1 Prozent nach und schloss bei 3,58 Euro, belastet von Sorgen über Ausführungsrisiken und die Integrationskosten der Übernahme.

Der Kurs notiert damit rund 8 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt und liegt 47 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 6,79 Euro, das im März markiert wurde. Zugleich bleibt die Aktie mit einem Plus von 66 Prozent auf Zwölfmonatssicht deutlich im positiven Bereich, was zeigt, wie stark die Kursschwankungen der vergangenen Monate ausgefallen sind.

Insiderkäufe als Vertrauenssignal

Ein Blick auf frühere Insidertransaktionen liefert zusätzlichen Kontext: Anfang Juli hatten sowohl ein Unternehmensinsider als auch ein Direktor Aktien zu Kursen von 6,00 beziehungsweise 6,05 kanadischen Dollar zugekauft – zu einem Zeitpunkt, als der Kurs deutlich höher stand als heute.

Solche Käufe werden gemeinhin als Ausdruck von Vertrauen in die langfristige Strategie gedeutet, auch wenn sie kurzfristige Kursschwankungen nicht verhindern konnten.

Kurzfristig orientierte Marktbeobachter bewerten die technische Lage derzeit skeptisch, ein automatisiertes Screening stufte die Aktie zuletzt als Verkaufskandidat ein. Für Anleger dürfte jedoch entscheidender sein, ob die heutigen Zahlen belegen, dass die milliardenschwere Integration von Covelya termingerecht und profitabel verläuft.

Bestätigt das Management die angehobene Jahresprognose mit konkreten Kennzahlen, könnte dies dazu beitragen, die zuletzt aufgekommenen Zweifel an den Integrationskosten zu zerstreuen.

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