KOSPI, Kräftige

KOSPI: Kräftige Korrektur nach Rekordsprung

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 13:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der KOSPI fällt nach dem stärksten Tagesgewinn seit 2008 um rund fünf Prozent. Halbleiterwerte wie Samsung treiben die Schwankungen.

KOSPI stürzt nach Rekordrally: Südkoreanischer Leitindex verliert fünf Prozent
Roter Abwärtstrend an einer Finanzbörsenanzeige vor dem Hintergrund der Skyline von Seoul Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nach dem stärksten Tagesgewinn seit Oktober 2008 kommt die Ernüchterung. Der südkoreanische Leitindex Kospi verliert zum Wochenauftakt rund fünf Prozent und gibt damit einen Teil der Rally vom Freitag wieder ab, als er um fast 18 Prozent nach oben geschossen war. Wer am Freitag noch von einer nachhaltigen Trendwende sprach, muss am Montag nachjustieren.

Der Index notiert bei 6.269,19 Punkten. Seit Jahresbeginn steht damit immer noch ein Plus von knapp 49 Prozent zu Buche — die Schwankungsbreite der vergangenen Handelstage zeigt aber, wie nervös der Markt aktuell tickt.

Samsung und SK Hynix als Achterbahn-Treiber

Verantwortlich für die Ausschläge sind erneut die beiden Schwergewichte im Index. Samsung Electronics und SK Hynix waren am Freitag um 26,8 beziehungsweise 30 Prozent nach oben geschnellt, am Montag knicken beide Titel wieder deutlich ein. Weil die beiden Halbleiterkonzerne den Kospi überproportional gewichten, bewegen ihre Kursausschläge den gesamten Index mit.

Der Auslöser für die Volatilität liegt in der Unsicherheit rund um Investitionen in Künstliche Intelligenz. Seit Mitte Juni befindet sich der Kospi in einem Abwärtstrend, der von genau dieser Debatte geprägt wird — wie stark und wie nachhaltig Chip-Konzerne von der KI-Nachfrage profitieren, bleibt umstritten. Die Rally am Freitag dürfte auf kurzfristige Eindeckungen oder positive Einzelmeldungen zurückgegangen sein, ein fundamentaler Umschwung ist daraus noch nicht abzulesen.

Andere asiatische Börsen bewegten sich am Montag deutlich ruhiger. Der CSI 300 in China gab um 0,8 Prozent nach, der Hang Seng in Hongkong legte leicht zu. Für den Kospi bleibt die Lage angespannt: Ob sich der Index nach dieser Korrektur stabilisiert oder erneut Richtung Süden dreht, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Stimmung rund um die beiden Halbleiter-Schwergewichte in den kommenden Handelstagen entwickelt.

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