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Korean Air: 103 Boeing-Maschinen bestellt

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 13:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Korean Air profitiert von Sektorzuversicht, milliardenschweren Flottenplänen und Fortschritten bei der Asiana-Integration sowie einem stärkeren Won.

Korean-Air-Aktie steigt 8,7 Prozent nahe ans 52-Wochen-Hoch
Ein modernes Verkehrsflugzeug fliegt über einer Wolkendecke bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Korean Air Lines Co verzeichnete am heutigen Dienstag ein deutliches Kursplus von 8,7 % auf 31.300,00 KRW. Medienberichten zufolge ließ sich für den kräftigen Zuwachs kein einzelner neuer Anlass beim Unternehmen selbst ausmachen. Als mitentscheidende Faktoren gelten Veröffentlichungen zu jüngsten Anleiheemissionen sowie eine insgesamt freundliche Stimmung für den südkoreanischen Luftfahrtsektor.

Mit dem heutigen Anstieg schloss das Papier fast unmittelbar zu seinem 52-Wochen-Hoch von 31.400,00 KRW auf.

Milliardeninvestitionen in die Flotte

Zuletzt hatte die Fluggesellschaft mit weitreichenden Investitionsentscheidungen auf sich aufmerksam gemacht. Laut Reuters finalisierte Korean Air am 16. September einen Vertrag mit dem Flugzeugbauer Boeing über 103 Maschinen mit einem Listenpreiswert von 36,2 Milliarden $. Der Auftrag beinhaltet Passagiermaschinen für die Lang- und Mittelstrecke sowie Frachtflugzeuge.

Parallel dazu schloss der Konzern eine Beschaffungs- und Servicevereinbarung im Wert von rund 8,6 Milliarden $ mit GE Aerospace und CFM International für Ersatztriebwerke und deren Instandhaltung ab. Zusammengenommen erreicht der Beschaffungsplan für Flugzeuge und Triebwerke ein Volumen von etwa 44,8 Milliarden $. Das Management sichert sich damit moderne Fluggeräte für die anstehenden Betriebsjahre.

Meilensteine bei der Asiana-Übernahme

Gleichzeitig biegt die geplante Integration von Asiana Airlines auf die Zielgerade ein. Die Korea Fair Trade Commission genehmigte am 15. September das finale Konzept zur Zusammenführung der jeweiligen Vielfliegerprogramme. Über Flüge gesammelte Asiana-Meilen werden demnach im Verhältnis von eins zu eins umgerechnet, während für Partnerprogramme andere Schlüssel gelten.

Bereits am 14. September startete die Fluggesellschaft die Übertragung von Reservierungsdaten, um die für Dezember vorbereitete operative Fusion zu bewältigen. Ganz reibungslos verläuft der interne Übergang allerdings nicht: Am 10. September beantragte die Pilotengewerkschaft Medienberichten zufolge eine Schlichtung bezüglich Beförderungs- und Personalentscheidungen. Korean Air kritisierte diesen Schritt der Arbeitnehmervertreter.

Analystenlob und Währungseffekte

Unterstützung erhält der Titel vom Kapitalmarkt. Mirae Asset Securities hob am 9. September das Kursziel für Korean Air von 33.000 KRW auf 37.000 KRW an und vergab weiterhin eine Kaufempfehlung. Das Haus begründete die Entscheidung mit vorteilhaften Wechselkursen, der anstehenden Hochsaison im Luftfrachtgeschäft sowie den erwarteten Synergien nach dem Zusammenschluss.

Hinzu kommt Entlastung durch die Währungsentwicklung im Heimatmarkt. Ein festerer Won reduziert die traditionell in Fremdwährung anfallenden Kosten wie Kerosinabrechnungen und verringert den Schuldendienst für Verbindlichkeiten außerhalb des Landes. Während die operative Verschmelzung zweier großer Airlines logistische Disziplin erfordert, honoriert der Markt die zunehmende Klarheit beim künftigen Branchenprimus.

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