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Koninklijke Philips Aktie: Neue Sonde für die Frauenheilkunde

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 18:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Philips präsentiert eine zugelassene Ultraschallsonde für Gynäkologie und frühe Schwangerschaften mit höherer Gewebetiefe und größerem Sichtfeld.

Makroaufnahme einer Leiterplatte mit leuchtenden LEDs und feinen Kupferbahnen
Koninklijke Philips N.V. (NL0000009538) zeigt Makroaufnahme einer Leiterplatte mit leuchtenden LEDs und Kupferbahnen Illustration mit AI erstellt.

Während die Philips-Aktie am Amsterdamer Handelsplatz an diesem Donnerstag mit 22,35 Euro rund zwei Prozent nachgab, arbeitet der Konzern im Gesundheitstechnik-Geschäft an seiner nächsten Produktoffensive. Der Kursrückgang bewegte sich im Rahmen eines insgesamt eher ruhigen Handelstages an der AEX, die selbst nur leicht zulegte. Spannender als die Tagesbewegung ist die operative Entwicklung im Ultraschall-Segment.

Neuer Transducer für Gynäkologie und Geburtshilfe

Philips hat die eV14-2v vorgestellt, eine neue transvaginale Ultraschallsonde für Gynäkologie und frühe Schwangerschaftsuntersuchungen. Die Sonde ist FDA-zugelassen und trägt die CE-Kennzeichnung, ist also für den Einsatz in den USA und Europa bereits freigegeben. Vorgestellt wird das Gerät auf dem Weltkongress der International Society of Ultrasound in Obstetrics and Gynecology.

Technisch verspricht Philips gegenüber dem Vorgängermodell eine um 41,7 Prozent verbesserte Durchdringung des Gewebes sowie ein um 15,8 Prozent größeres Sichtfeld. Hinzu kommt ein um 22 Prozent leichteres Gehäuse, das längere Untersuchungen für Anwender angenehmer machen soll.

Der Clou liegt darin, dass Ärztinnen und Ärzte künftig seltener zwischen verschiedenen Sonden wechseln müssen. Bislang zwang die Balance zwischen Eindringtiefe und Bildauflösung oft zum Gerätewechsel während einer Untersuchung – das kostet Zeit und unterbricht den Workflow.

Die neue Sonde basiert auf der PureWave-Kristalltechnologie, die Philips ursprünglich selbst entwickelt hat, und lässt sich zudem mit der Fernkonsultations-Software Collaboration Live koppeln. Das eröffnet die Möglichkeit, Spezialistenwissen auch in unterversorgte Regionen zu bringen, ohne dass Patientinnen reisen müssen.

Ultraschall als Wachstumsfeld

Die Produktankündigung reiht sich in eine Serie von Neuheiten im Ultraschall-Portfolio ein. Auf dem Kongress zeigt Philips parallel das jüngst gestartete System Alturion sowie etablierte Plattformen wie EPIQ Elite und Lumify. Der Konzern erzielte 2025 einen Umsatz von rund 18 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit etwa 63.700 Mitarbeiter – das Gesundheitstechnik-Geschäft bleibt damit ein zentraler Umsatzträger.

Für die Aktie ändert eine einzelne Produktneuheit kurzfristig wenig. Relevanter ist, ob sich solche inkrementellen Innovationen im margenstarken Diagnostik- und Ultraschallgeschäft langfristig in den Wachstumsraten des Segments niederschlagen – ein Bereich, den Philips seit Jahren als strategischen Schwerpunkt ausbaut.

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