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Kongsberg Gruppen Aktie: Plant Werk für Polens SAN-Abwehr

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 10:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der norwegische Konzern plant eine Produktionsstätte in Pommern; Nordea erhöhte das Kursziel auf 400 norwegische Kronen.
Moderne High-Tech-Produktionsanlage für Verteidigungstechnologie in einer professionellen, industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Kongsberg Gruppen baut die industriellen Kapazitäten für bodengebundene Luft- und Drohnenabwehr deutlich aus. Der norwegische Rüstungs- und Technologiekonzern plant die Errichtung einer neuen Produktions- und Wartungsstätte in Nordpolen. Im Handel an den europäischen Börsen klettert die Aktie von Kongsberg Gruppen heute um 3,6 Prozent auf 29,72 Euro. Seit Jahresanfang summieren sich die Kursgewinne damit auf 35 Prozent.

Neues Werk für das polnische SAN-Programm

Für den Fabrikneubau in der Woiwodschaft Pommern nahe der sogenannten Dreistadt sind Investitionen von mehr als 200 Millionen Z?oty vorgesehen, was rund 45 Millionen Euro entspricht. Der Bauvertrag soll noch vor dem Jahresende unterzeichnet werden.

Läuft die Errichtung nach Plan, soll die Serienproduktion im ersten Halbjahr 2028 anlaufen. Bei voller Auslastung stellt das Unternehmen mehr als 100 dauerhafte Arbeitsplätze am neuen Standort in Aussicht.

Im Mittelpunkt der polnischen Fertigung steht die Herstellung und Wartung von Protector-Waffenstationen, die mit 30-Millimeter-Kanonen ausgerüstet werden.

Diese Einheiten bilden einen zentralen Baustein des polnischen Drohnenabwehrprogramms SAN. Das gesamte Beschaffungsvorhaben umfasst 18 Batterien, 52 Feuerzüge, 18 Führungszüge und 703 Fahrzeuge mit einem Gesamtwert von rund 15 Milliarden Z?oty. Der Vertragswert für Kongsberg liegt bei rund 16 Milliarden norwegischen Kronen.

Kongsberg-CEO Eirik Lie betonte, dass der neue Standort in Pommern über die Deckung des polnischen Bedarfs hinaus auch Exportaufträge für weitere europäische Kunden abwickeln könne.

Analysten heben Ziele vor den Quartalszahlen

Neben den Expansionsplänen in Polen stützen positive Analystenstimmen die Stimmung unter den Anlegern. Die Experten der Bank of America stellten für das dritte Quartal 2026 einen Auftragseingang in Aussicht, der den Marktkonsens um 60 Prozent übertreffen könnte.

Als wesentlichen Treiber nennen die Analysten unter anderem den NASAMS-Großauftrag aus Belgien im Volumen von 10 Milliarden norwegischen Kronen, der vor rund zwei Wochen vergeben wurde. Die Bank of America bekräftigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 400 norwegischen Kronen.

Auch Nordea sieht weiteres Kurspotenzial für die Norweger. Die skandinavische Bank hob heute ihr Kursziel für das Papier von 387 auf 400 norwegische Kronen an und bestätigte gleichzeitig ihre Kaufempfehlung. Die Veröffentlichung des vollständigen Geschäftsberichts für das dritte Quartal steht in zwei Wochen an.

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