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Kongsberg Gruppen Aktie: Deutsche Bank sieht 360 Kronen

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 13:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Deutsche Bank bewertet Kongsberg erstmals mit Buy und 360 Kronen Kursziel. Wachstum versprechen vor allem Raketen, Zukäufe und Kooperationen.

Kongsberg-Aktie: Deutsche Bank startet mit Kaufempfehlung
Abstrakte Darstellung moderner Industrietechnik und Luftfahrttechnologie in einer professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Ein neues Kursziel bringt Bewegung in die Kongsberg-Aktie. Deutsche Bank startet die Coverage des norwegischen Rüstungskonzerns mit "Buy" und einem Kursziel von 360 norwegischen Kronen – deutlich über dem aktuellen Niveau von rund 305 Kronen. Der Titel legte im Handel um knapp zwei Prozent zu.

Raketen als Wachstumstreiber

Analyst Sriram Krishnan begründet seine positive Einschätzung mit der Entwicklung Kongsbergs zu einem breit aufgestellten Rüstungskonzern mit Schwerpunkt auf Raketentechnik. Der Auftragsbestand liegt auf einem Allzeithoch von 158 Milliarden Kronen. Bis 2029 peilt das Management einen Umsatz von 100 Milliarden Kronen an – ein Ziel, das die Bank angesichts der Kapazitätsausweitung sogar als konservativ einstuft.

Besonders optimistisch fällt die Prognose für die Raketensparte aus: Deutsche Bank rechnet mit einem jährlichen Wachstum von rund 40 Prozent bis 2030, getrieben von einer um die Hälfte erhöhten Fertigungskapazität bei Marschflugkörpern und dem Hochlauf der kostengünstigen Zone5-Raketenlinie. Damit würde die Sparte zum größten Geschäftsbereich innerhalb des Konzerns aufsteigen.

Für die margenstarke Luftverteidigung und die ferngesteuerten Waffenstationen erwartet die Bank ein Plus von etwa 30 Prozent pro Jahr, während die Unterwasser- und Weltraumaktivitäten der Discovery-Division mit rund 12 Prozent stetiger wachsen sollen.

Zukäufe ergänzen das Bild

Die positive Analystenstimme trifft auf eine Phase aktiver Zukäufe. Kongsberg Maritime hat die Übernahme des finnischen Antriebsspezialisten Steerprop vereinbart, wenige Tage nachdem die Sonatech-Akquisition abgeschlossen wurde. Die Steerprop-Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellfreigabe, signalisiert aber den fortgesetzten Appetit des Konzerns auf ergänzende Zukäufe im maritimen Technologiesegment.

Auf der Rüstungsseite vertieft Kongsberg zudem die Zusammenarbeit mit dem US-Radarhersteller Echodyne. Dessen MESA-Radar soll künftig in die ferngesteuerten Waffenstationen PROTECTOR RS4 und RS6 integriert werden, um deren Fähigkeiten zur Drohnenabwehr zu verbessern. Die Kooperation baut auf einem mehrjährigen Testprogramm auf und wird diese Woche auf der Verteidigungsmesse MSPO in Kielce vorgestellt.

Trotz der jüngsten Kursgewinne bleibt die Aktie deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 425,9 Kronen. Ob sich die Lücke schließt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell Kongsberg den prall gefüllten Auftragsbestand in tatsächliche Umsätze umsetzt.

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