Konecranes Aktie: 13,2 Prozent mehr Aufträge
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 20:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der finnische Kran- und Hebetechnikspezialist Konecranes hat am heutigen Donnerstag seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal sowie das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Während das Unternehmen einen deutlichen Zuwachs bei den Bestellungen verzeichnete, standen der Umsatz und das operative Ergebnis unter Druck. Parallel dazu gab der Konzern eine wichtige personelle Veränderung in der obersten Führungsebene bekannt.
Mara Zavagno rückt in die Konzernleitung auf
Konecranes ordnet die Zuständigkeiten im Top-Management neu. Mara Zavagno wurde zur neuen Executive Vice President, People & Culture ernannt. Sie wird diese Funktion zum 1. Oktober übernehmen und in ihrer neuen Rolle direkt an CEO Marko Tulokas berichten. Zavagno ist bereits seit dem Jahr 2017 für den Konzern tätig, nachdem sie im Zuge der Übernahme von Terex MHPS zum Unternehmen stieß.
Die künftige Personalchefin tritt die Nachfolge von Anneli Karkovirta an. Karkovirta wird die Konzernleitung bereits zum 1. August verlassen und in den Ruhestand treten. Zavagno war innerhalb der Organisation zuletzt als Vice President für den Bereich People & Culture in der Sparte Industrial Equipment verantwortlich und hielt zudem die Position des Chief Inclusion & Diversity Officer inne.
Starker Auftragseingang trifft auf sinkende Gewinne
Die wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Quartal war von einer hohen Nachfrage bei gleichzeitig rückläufigen Erträgen geprägt. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 13,2 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. Dieser Zuwachs spiegelt sich jedoch noch nicht in der aktuellen Ertragslage wider. Der Nettoumsatz verringerte sich um 3,1 Prozent auf rund 1,02 Milliarden Euro.
Besonders beim Ergebnis machten sich Rückgänge bemerkbar. Der Betriebsgewinn sank im zweiten Quartal um 12,6 Prozent auf 119,6 Millionen Euro. Auf Sicht des gesamten ersten Halbjahres zeigt sich eine ähnliche Dynamik: Bei einem Auftragsvolumen von 2,3 Milliarden Euro ging der Umsatz um 5,3 Prozent zurück. Der Betriebsgewinn für die ersten sechs Monate des Jahres beläuft sich auf 217,9 Millionen Euro, was einem Minus von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Ausblick und Marktreaktion
Trotz der aktuellen Gewinnrückgänge hält die Unternehmensführung an ihren Zielen für das Gesamtjahr fest. CEO Marko Tulokas erklärte, dass er für das Jahr 2026 weiterhin einen Nettoumsatz sowie eine EBITA-Marge in etwa auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Die vollen Auftragsbücher bilden hierfür die Grundlage, während die operative Profitabilität in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert werden soll.
An der Börse wurden die Nachrichten mit leichten Kursabschlägen aufgenommen. Das Papier notiert aktuell bei 26,76 Euro, was einem Minus von 0,96 Prozent entspricht. Die Marktkapitalisierung von Konecranes beläuft sich auf dieser Basis auf etwa 6,24 Milliarden Euro. Anleger wägen derzeit offenbar die positive Auftragsentwicklung gegen die kurzfristigen Margendruck ab.
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