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Knife River Aktie: Starboard fordert Kurswechsel

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 19:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Investor nennt 22 Prozent EBITDA-Marge bis 2029 als Ziel; Knife River signalisiert Gesprächsbereitschaft.

Knife River: Starboard verlangt höhere Margen und strategische Prüfung
Abstrakte Darstellung einer Baustelle bei Sonnenuntergang als Symbol für die Bauindustrie und strategische Neuausrichtung. Illustration mit AI erstellt.

Ein aktivistischer Investor klopft an, und Knife River antwortet prompt. Starboard Value hat dem Baustoffkonzern eine Forderungsliste geschickt – mit klarer Botschaft: Das Unternehmen bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Der Hedgefonds, bekannt für sein aggressives Engagement bei unterbewerteten Firmen, wandte sich direkt an CEO Brian Gray und den Verwaltungsrat. Der Vorwurf: Knife River habe versprochene Margenverbesserungen nicht geliefert und falle gegenüber Wettbewerbern zunehmend zurück.

Starboard skizziert einen Weg zu einer bereinigten EBITDA-Marge von 22 Prozent bis zum Geschäftsjahr 2029 – erreichbar über bessere Preissetzung bei Gesteinskörnungen und deutliche Kosteneinsparungen.

Zusätzlich bringt der Investor eine Prüfung strategischer Alternativen ins Spiel, ein Hinweis darauf, dass auch ein Verkauf oder eine Aufspaltung der als wertvoll geltenden Assets diskutiert werden könnte.

Knife River reagiert mit offener Dialogbereitschaft

Das Unternehmen bestätigte, am 22. September 2026 erstmals von Starboards Investment erfahren zu haben. Vorstand und Management zeigten sich in ihrer Stellungnahme gesprächsbereit und betonten, man wolle die Sichtweisen des Investors verstehen. Konkrete Zahlen zur Höhe der Starboard-Beteiligung oder Details aus dem Forderungsschreiben blieben unveröffentlicht.

Knife River verwies auf seine Strategie seit dem Börsengang als eigenständiges Unternehmen im Jahr 2023. Die sogenannten EDGE-Initiativen sollen Preisgestaltung optimieren, operative Leistung verbessern und Effizienzgewinne heben. Das vertikal integrierte Geschäftsmodell – von Gesteinskörnungen über Transportbeton und Asphalt bis zu Bauleistungen für öffentlich finanzierte Verkehrsprojekte – bildet laut Unternehmen das Rückgrat der langfristigen Wertschöpfung.

Bewährtes Muster aktivistischer Investoren

Starboards Vorgehen folgt einem bekannten Schema: Druck aufbauen, öffentlich Zahlen nennen, Reaktion erzwingen. Der Verwaltungsrat von Knife River zeigte sich derweil demonstrativ selbstbewusst und betonte Vertrauen in die eigene Führungsmannschaft und operative Disziplin.

Wie sich der Dialog zwischen beiden Parteien entwickelt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. Starboard hat mit der Veröffentlichung seines vollständigen Forderungsschreibens öffentlichen Druck aufgebaut – die nächste Reaktion liegt nun bei Knife Rivers Vorstand.

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