KNDS Aktie: 69 weitere Schakal-Fahrzeuge bestellt
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 15:28 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Gemeinschaftsunternehmen Artec von Rheinmetall und KNDS hat einen weiteren Auftrag für Schakal-Fahrzeuge erhalten. Medienberichten zufolge bestellte die Beschaffungsorganisation OCCAR zusätzliche Fahrzeuge für Deutschland und die Niederlande. Für KNDS bedeutet das eine Ausweitung des vertraglich gesicherten Schakal-Programms. Der Auftrag betrifft das Gemeinschaftsunternehmen.
Deutschland und Niederlande erweitern Bestellung
Der neue Auftrag umfasst 69 Schakal-Fahrzeuge. Davon sind 35 für Deutschland und 34 für die Niederlande vorgesehen. Beide Länder erweitern damit ihre Bestellungen bei Artec.
Für die Einordnung ist die Vertragsebene entscheidend: Empfänger der Bestellung ist das Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und KNDS. Der Auftrag ist damit eine operative Nachricht für die Partnerunternehmen, aber kein unmittelbarer Auftrag allein an KNDS.
Mit der zusätzlichen Bestellung steigt die vertraglich vereinbarte Gesamtzahl auf 291 Schakal-Fahrzeuge. Der neue Abruf vergrößert somit den bereits kontrahierten Umfang des Programms.
Auch die weitere industrielle Zusammenarbeit spielt für KNDS eine Rolle. Sie betrifft nicht nur neue Fahrzeugbestellungen, sondern ebenso die Versorgung mit Komponenten für bestehende Programme.
So vereinbarten KNDS Deutschland und die RENK Group am 14. Oktober eine Auftragserweiterung über rund 130 Millionen Euro. Sie umfasst Getriebe sowie Steuerungs- und Schaltkomponenten für LEOPARD-2-Fahrzeuge. Die Lieferungen sind für 2029 bis 2032 vorgesehen.
Dabei unterscheiden sich die beiden Vorgänge: Beim Schakal geht es um zusätzliche Fahrzeugbestellungen an Artec. Die Vereinbarung mit RENK betrifft dagegen Komponentenlieferungen für das LEOPARD-Programm. Beide Meldungen sind deshalb nicht als gleichartige Aufträge an KNDS zu behandeln.
Alary begrüßte zugleich eine mögliche Beteiligung der Bundesregierung als Zwischenschritt vor einer Börsennotierung. Er bevorzugte einen Börsengang vor Beginn des französischen Präsidentschaftswahlkampfs am 18. April 2027.
Das ist eine Präferenz, keine Zusage für eine Notierung zu diesem Termin. Der Schakal-Auftrag erweitert unterdessen den Vertragsbestand des Gemeinschaftsunternehmens. Er ersetzt weder die Entscheidung über den Börsengang noch die dafür von Alary genannten Voraussetzungen.
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