Klöckner, Aktie

Klöckner Aktie: 268 Millionen Euro Konzernverlust

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 04:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Stahlhändler Klöckner & Co ist nach der Übernahme durch Worthington Steel von der Börse genommen worden. Der SDAX-Aufstieg von OHB SE ist die Folge.

Klöckner & Co: Delisting nach Übernahme durch Worthington Steel vollzogen
Abstrakte Darstellung einer industriellen Lagerhalle in kühlem Licht als Symbol für wirtschaftliche Herausforderungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Börsenpräsenz der Klöckner & Co SE gehört endgültig der Vergangenheit an. Mit Ablauf des 12. August trat der Widerruf der Zulassung zum regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse in Kraft.

Zeitgleich endete der offizielle Handel für das Wertpapier mit der Kennnummer DE000KC01000. In der Folge wurden auch die Notierungen an mehreren außerbörslichen Handelsplätzen in Deutschland kurzfristig eingestellt. Anleger können die Anteile damit nicht mehr über den regulierten Kapitalmarkt veräußern.

Worthington-Übernahme besiegelt das Delisting

Dieser Rückzug erfolgte im Zuge der vollständigen Übernahme durch den US-Konzern Worthington Steel. Das amerikanische Unternehmen hatte den verbliebenen Anteilseignern im Juli ein offizielles Delisting-Erwerbsangebot vorgelegt. Den Aktionären wurde dabei ein Preis von 11 Euro pro Aktie in Aussicht gestellt.

Die Frist zur Annahme dieses Angebots lief parallel zum Ende der Börsenzulassung am 12. August aus. Worthington Steel festigt mit diesem Schritt seine Position als neuer Eigentümer des Stahlhandelsunternehmens.

SDAX-Platzierung endet nach Börsen-Aus

Das Verschwinden vom Kurszettel führt auch zu einer Neusortierung in der deutschen Indexlandschaft. Da die Voraussetzungen für eine Notierung im regulierten Markt nicht mehr gegeben sind, schied Klöckner & Co aus dem SDAX aus.

Die Index-Tochter der Deutschen Börse, ISS Stoxx, regelte die Nachfolge umgehend. Seit dem 13. August nimmt das Raumfahrtunternehmen OHB SE den frei gewordenen Platz in dem Index für kleinere Nebenwerte ein. Dieser Wechsel wurde von dpa-AFX und weiteren Medien bereits im Vorfeld der Umstellung angekündigt.

Bilanzielle Belastungen im zweiten Quartal

Die operative Entwicklung des Konzerns trat im Zuge der Übernahmeaktivitäten zuletzt etwas in den Hintergrund. Medienberichten zufolge erwirtschaftete das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Zuwachs von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch belastete ein Konzernverlust von 268 Millionen Euro das Ergebnis massiv.

Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus einer hohen außerplanmäßigen Wertberichtigung. Die Abschreibung stand im Zusammenhang mit der Becker Group und drückte das Gesamtergebnis trotz der leichten Umsatzsteigerung deutlich ins Minus.

Für Klöckner endet mit dem nun vollzogenen Delisting ein langes Kapitel als börsennotierter Akteur. Unter der Führung von Worthington Steel wird das Unternehmen künftig als private Gesellschaft agieren und seine strategische Neuausrichtung abseits der öffentlichen Handelsplätze fortsetzen.

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