Klarna Aktie: Startet 5G-Tarif für Max-Kunden
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 05:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Klarna erweitert sein Produktangebot jenseits klassischer Zahlungsdienste. Am Dienstag startete das schwedische Unternehmen in Großbritannien einen unbegrenzten 5G-Mobilfunktarif für Kunden des Abonnementmodells Klarna Max. Nutzer, die ihre bisherige Mobilfunknummer mitbringen, erhalten den Mobilfunkvertrag kostenlos. Neben unbegrenzter Telefonie und SMS umfasst der Tarif monatlich 20 Gigabyte weltweites Datenroaming.
Mit diesem Schritt versucht das Fintech, zahlende Abonnenten enger an das eigene Ökosystem zu binden und sich über reine Bezahlvorgänge hinaus im Alltag der Konsumenten zu verankern.
Kursdruck und juristische Prüfung
An den Börsen kann die Ausweitung des Dienstleistungsangebots die bestehende Zurückhaltung der Investoren vorerst nicht auflösen. Am gestrigen Mittwoch verbuchte der Titel einen Tagesverlust von 4,7 Prozent und ging bei einem Schlusskurs von 11,40 Euro aus dem Handel. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus der Aktie damit auf 55 Prozent.
Zusätzliche Belastungen resultieren aus rechtlichen Unwägbarkeiten. Die Kanzlei Pomerantz LLP gab am 17. September bekannt, mögliche Ansprüche nach dem Wertpapierhandelsrecht gegen Klarna sowie gegen bestimmte Führungskräfte und Vorstandsmitglieder zu untersuchen.
Anlass für die Überprüfung sind die am 18. August vorgelegten Ergebnisse des zweiten Quartals: Damals senkte das Unternehmen die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 und kündigte zudem das Ausscheiden des Finanzchefs sowie des Marketingchefs an.
Sicherheitsfunktionen und europäische Expansion
Operativ setzt Klarna gleichzeitig auf Maßnahmen zur Betrugsprävention und den Ausbau der Reichweite. Am 14. September aktivierte das Unternehmen für iOS-Nutzer in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark die Funktion „Call Status Detection“. Das System ermöglicht es Kunden, direkt in der Anwendung zu überprüfen, ob eingehende Anrufe im Namen von Klarna tatsächlich vom Unternehmen stammen.
Parallel meldete Klarna am Dienstag das Erreichen von 700.000 aktiven Konsumenten in Griechenland innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Rund vier Jahre nach dem Start vor Ort arbeitet das Fintech dort mit 13.000 Partnerhändlern zusammen.
Zudem besteht eine Partnerschaft mit dem Händler Alza.at, um Verbrauchern in Österreich flexible Bezahloptionen anzubieten. Auf Führungsebene kam es unterdessen zu einer Aktientransaktion: Direktor Michael J. Moritz wandelte am 15. September Derivate um und hält seither direkt 8.216 Stammaktien.
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