KKR Aktie: Milliarden-Deal in Südkorea
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 11:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
KKR baut sein Engagement in der asiatischen Infrastruktur für Künstliche Intelligenz deutlich aus. Gemeinsam mit dem Investoren-Konsortium aus IMM Investment und Stonebridge steigt die Investmentgesellschaft bei einer neuen Einheit des südkoreanischen Telekommunikationskonzerns SK Telecom ein. Die Dimension der Transaktion zeigt, wie ernst institutionelle Investoren den Ausbau von Rechenzentren für KI-Anwendungen inzwischen nehmen.
SK Horizon soll KI-Infrastruktur bündeln
SK Telecom spaltet seine Tochter SK Broadband auf. Aus dem Rechenzentrums- und Unterseekabelgeschäft entsteht die neue Gesellschaft SK Horizon, während die verbleibende SK Broadband sich auf Festnetz und Medien konzentriert. Für diesen Neuzuschnitt haben KKR und das IMM-Konsortium eine verbindliche Vereinbarung über eine gemeinsame Kapitaleinlage von umgerechnet rund 3,08 Billionen südkoreanischen Won unterzeichnet.
Nach Abschluss aller Investitionsphasen sollen KKR und IMM Anteile von 29 beziehungsweise 20 Prozent an SK Horizon halten. Die neue Gesellschaft soll die Kapazität ihrer Rechenzentren auf insgesamt 318 Megawatt ausbauen — verteilt auf acht bereits laufende Standorte sowie neue Projekte in Ulsan und Guro. Der Kapitalzufluss soll SK Horizon eine schnellere Expansion und einen effizienteren Zugang zu externer Finanzierung ermöglichen.
Zweiter Zukauf bei Industrial Physics
Parallel dazu meldete das KKR-Portfoliounternehmen Industrial Physics die Übernahme von Vitrek, einem Anbieter von elektronischen Testgeräten für Luftfahrt, Verteidigung, Halbleiter- und Medizintechnik-Kunden. Verkäufer war der Branford Castle Fund, finanzielle Details wurden nicht offengelegt. Die Transaktion wurde mit Unterzeichnung abgeschlossen.
Industrial Physics, das unter KKR-Beteiligung zwölf Fachmarken in 19 Branchen und 75 Ländern betreibt, erweitert mit Vitrek und dessen Marken MTI und GaGe seine Reichweite in sicherheitskritische Prüfmärkte. KKR kündigte an, den Mitarbeitern von Vitrek ein Beteiligungsprogramm zu öffnen — ein Modell, das die Investmentgesellschaft seit 2015 in mehr als 90 Portfoliounternehmen eingesetzt hat.
Beide Transaktionen fügen sich in eine Strategie, bei der KKR verstärkt auf zwei Wachstumsfelder setzt: großskalige Digitalinfrastruktur in Asien und spezialisierte Industrieunternehmen im mittleren Marktsegment. Der Abschluss der SK-Horizon-Gründung ist für Anfang kommenden Jahres vorgesehen, wenn auch die Geschäftsführung final durch den Vorstand bestätigt werden soll.
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