Kimbell, Royalty

Kimbell Royalty Aktie: Ausschüttung bei 10,7 Prozent Rendite

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 14:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Fördermengen und EBITDA stehen niedrigeren Analystenerwartungen gegenüber; Kimbell bestätigt den Ausblick für das vierte Quartal.
Abstrakte Darstellung von Energieinfrastruktur bei Sonnenuntergang als Symbol für Dividendenrendite. Illustration mit AI erstellt.

Starke Förderzahlen, aber verfehlte Analystenschätzungen: Kimbell Royalty legt ein Quartal vor, das je nach Blickwinkel gut oder enttäuschend aussieht. Das Unternehmen meldet Rekordproduktion und hebt gleichzeitig seine Kreditlinie an. Beim Gewinn je Anteilsschein blieb die Zahl jedoch deutlich unter den Markterwartungen.

Rekordförderung, schwächere Zahlen

Die Tagesproduktion erreichte im dritten Quartal 27.565 Barrel Öläquivalent und markiert damit einen Höchstwert. Darin steckt bereits die zugekaufte Produktion aus dem 221 Millionen Dollar schweren Drop-down-Deal, die seit Ende August mitzählt. Nach dem Abschluss lag die laufende Förderrate bei 28.910 Barrel pro Tag.

Der Gewinn je Anteilsschein lag bei 0,12 Dollar, Analysten hatten mit 0,25 Dollar gerechnet. Auch der Umsatz von 86,3 Millionen Dollar blieb unter der Konsensschätzung von rund 103,6 Millionen Dollar.

Ein Grund: Verluste aus Absicherungsgeschäften von 13,1 Millionen Dollar drückten die Erlöse, während im Vorjahr noch ein Gewinn stand. Die Einnahmen aus Öl, Gas und Flüssiggas stiegen dagegen auf 96,9 Millionen Dollar, nach 76,8 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Der bereinigte Konzern-EBITDA kletterte auf 80,4 Millionen Dollar, rund 29 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Aktie schloss zuletzt bei 15,48 Dollar und gab zuletzt gut fünf Prozent nach.

Ausschüttung und Bilanz

Die Ausschüttung beträgt 0,45 Dollar je Common Unit. Zahlbar ist sie am 23. November, Stichtag ist der 16. November. Auf Basis des Schlusskurses vom 30. Oktober entspricht das einer annualisierten Rendite von 10,7 Prozent. Rund 76 Prozent der Zahlung sollen steuerlich als Kapitalrückzahlung gelten.

Die übrigen 25 Prozent des ausschüttungsfähigen Cashflows fließen in die Schuldentilgung, etwa 18,8 Millionen Dollar. Die Nettoverschuldung liegt beim 1,5-Fachen des EBITDA. Die Banken erhöhten Kreditrahmen und Kreditzusagen von 660 auf 750 Millionen Dollar.

Kimbell kündigte zudem an, die Hälfte der verbleibenden Vorzugsanteile zurückzukaufen. Der Preis beträgt rund 100,2 Millionen Dollar, finanziert über die Kreditlinie. Der Abschluss ist für den 16. November vorgesehen. Danach machen die restlichen Vorzugsanteile weniger als drei Prozent des Unternehmenswerts von 2,8 Milliarden Dollar aus.

Ausblick auf das Schlussquartal

Die Aktivität auf den Flächen bleibt hoch: 93 Bohrgeräte arbeiten dort, zwei mehr als im Vorquartal. Das entspricht rund 16 Prozent aller Landbohranlagen in den USA.

Das Management verweist auf den jüngsten Anstieg der Ölpreise. Für das vierte Quartal erwartet es einen deutlichen Zuwachs beim Cashflow, denn rund 84 Prozent der geplanten Ölproduktion sind nicht abgesichert. Die Prognosen für das Schlussquartal bestätigte Kimbell.

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