Kalray: Aktie fällt trotz Gewinnwende
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 12:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der französische Halbleiterspezialist Kalray hat für das erste Halbjahr 2026 eine deutliche operative Verbesserung verzeichnet und die Rückkehr in die Gewinnzone gemeldet. Trotz dieser operativen Entwicklung geriet die Aktie an den Märkten zuletzt unter Druck. Am heutigen Montag verliert das Papier 13 Prozent und notiert bei 4,39 Euro.
Das Unternehmen profitierte in den ersten sechs Monaten des laufenden Turnus von einer spürbaren Belebung der Geschäftsaktivitäten. Auf vergleichbarer Basis kletterte der Halbjahresumsatz von 5,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 8,5 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 58 Prozent entspricht.
Deutlicher Ergebnissprung und operative Wende
Noch ausgeprägter zeigte sich die Erholung auf der Ertragsseite. Kalray wies für das erste Halbjahr 2026 ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 5,1 Millionen Euro aus. Im ersten Halbjahr 2025 hatte dieser Wert noch bei lediglich 0,3 Millionen Euro gelegen.
Unter dem Strich gelang dem Unternehmen damit der Sprung aus den roten Zahlen. Nach einem Fehlbetrag von 2,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum stand zur Jahresmitte 2026 ein Nettogewinn von 0,8 Millionen Euro in den Büchern.
Parallel zu den Halbjahreszahlen bestätigte das Unternehmen eine strategische Technologielizenzvereinbarung mit Bull. Diese Vereinbarung betrifft die nächste Generation von Komponenten für Künstliche-Intelligenz-Infrastrukturen des Partners.
Liquiditätspolster und bestätigter Jahresausblick
Einen Einblick gewährte Kalray zudem in die aktuelle Finanzlage zum Ende des Berichtszeitraums. Zum Stichtag am 30. Juni 2026 beliefen sich die verfügbaren Barmittel des Unternehmens auf 2.179 Tausend Euro.
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinen bisherigen Wachstumsambitionen fest. Kalray bekräftigte die Prognose, wonach das Unternehmen ein zweistelliges Umsatzwachstum anpeilt. Zudem soll das Gesamtjahres-EBITDA im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden.
Anleger reagierten an den Börsen gleichwohl zurückhaltend. Trotz des operativen Turnarounds und einer starken Wertentwicklung von 272 Prozent seit Jahresanfang spiegelt der aktuelle Kursabschlag eine anhaltende Volatilität wider. Das Unternehmen muss in der zweiten Jahreshälfte nun unter Beweis stellen, dass sich der positive Trend bei Umsatz und Marge verstetigen lässt.
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