Johnson & Johnson Aktie: Zwei Studienerfolge an einem Tag
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 13:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Johnson & Johnson liefert an einem einzigen Tag gleich zwei klinische Datenpakete, die das Immunologie- und Onkologie-Portfolio des Konzerns stützen. Im Fokus stehen der Antikörper TREMFYA bei einer bislang unterversorgten Form der Psoriasis-Arthritis sowie die Zelltherapie CARVYKTI beim multiplen Myelom.
TREMFYA zeigt Wirkung bei Wirbelsäulenbeteiligung
In der Phase-4-Studie STAR erreichte TREMFYA (guselkumab) sowohl den primären als auch die wichtigsten sekundären Endpunkte bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis und axialer Beteiligung — also Entzündungen an Wirbelsäule und Iliosakralgelenken. Nach 24 Wochen zeigte sich eine signifikante Verbesserung von Rückenschmerz und Steifheit gegenüber Placebo, zusätzlich bestätigten MRT-Aufnahmen eine Reduktion der Entzündung in den Iliosakralgelenken.
Bemerkenswert ist der methodische Ansatz: Die Studie mit 411 Teilnehmern ist die erste ihrer Art, die objektive MRT-Diagnostik nutzt, um axiale Beteiligung bei Psoriasis-Arthritis prospektiv zu bestätigen.
Für ein Krankheitsbild, das laut Fachleuten bei bis zu 70 Prozent der Patienten mit länger bestehender Erkrankung auftritt, aber bislang kaum durch dedizierte Studien abgedeckt ist, schließt das eine Evidenzlücke. Das Sicherheitsprofil blieb dabei unauffällig, neue Signale traten nicht auf.
CARVYKTI: Fünf Jahre ohne Rückfall bei jedem zweiten Patienten
Beim Blutkrebs-Präparat CARVYKTI meldet Johnson & Johnson Langzeitdaten aus der CARTITUDE-2-Studie, vorgestellt auf dem Jahreskongress der International Myeloma Society. In einer frühen Untergruppe von 20 Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom blieben nach einer einzigen Infusion ohne Erhaltungstherapie zehn Patienten — die Hälfte — nach fünf Jahren am Leben und ohne Krankheitsprogression.
Die Fünf-Jahres-Gesamtüberlebensrate lag bei 69,2 Prozent, das mediane progressionsfreie Überleben bei 60,5 Monaten. Selbst unter Patienten mit hohem genetischem Risiko zeigten sich anhaltende Remissionen.
Die Ergebnisse verstärken die These, dass ein früherer Einsatz der CAR-T-Zelltherapie bei weniger vorbehandelten Patienten die Chancen auf dauerhafte Remission erhöht — ein Signal, das die bereits gezeigten Langzeitdaten aus der Vorgängerstudie CARTITUDE-1 bei später behandelten Patienten ergänzt.
Beide Studienergebnisse fügen sich in eine Serie klinischer Fortschritte, mit denen Johnson & Johnson sein Immunologie- und Onkologie-Geschäft in den kommenden Jahren absichern will. Detaillierte Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten zur TREMFYA-Studie sollen auf einem kommenden Fachkongress vorgestellt werden.
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