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Johnson & Johnson Aktie: Orthopädie zum Milliardenpreis

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 13:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apollo prüft den Einstieg bei DePuy Synthes, während Johnson & Johnson parallel neue Onkologie-Daten aus einer Studie vorlegt.

Modern hospital operating room with robotic surgical arms positioned above a draped patient, surgeons in blue sterile gowns monitoring vital-sign and anatomy screens, bright overhead surgical lighting, stainless steel instrument trays in the foreground
Johnson und US4781601046 zeigen modernen Krankenhaus OP mit Robotik Chirurgie und medizinischen Bildschirmen Illustration mit AI erstellt.

Apollo Global Management sitzt am Verhandlungstisch mit Johnson & Johnson. Es geht um DePuy Synthes, die Orthopädiesparte des Pharma- und Medizintechnikkonzerns. Ein möglicher Deal könnte den Geschäftsbereich mit fast 20 Milliarden Dollar bewerten.

Verkauf oder Börsengang – zwei Wege stehen offen

Johnson & Johnson hatte im Oktober 2025 angekündigt, das Orthopädiegeschäft vom Kerngeschäft zu trennen. Diese Ankündigung weckte offenbar Interesse bei mehreren Private-Equity-Häusern – Apollo ist nun der Name, der konkret verhandelt. Fest steht bislang nur die geplante Abspaltung als solche, eine verbindliche Entscheidung über Käufer oder Struktur gibt es noch nicht.

Neben einem Verkauf an Apollo bleibt die Option eines eigenständigen Börsengangs. DePuy Synthes würde als separate Gesellschaft nach Unternehmensangaben zum weltweit größten Orthopädiekonzern aufsteigen. Der Ausgang der Gespräche ist offen: Ein Scheitern der Verhandlungen ist ebenso denkbar wie das Auftauchen eines weiteren Bieters. Eine Einigung mit Apollo könnte nach Berichten bereits in den kommenden Wochen erzielt werden.

DePuy Synthes stellt Implantate für Hüft- und Kniegelenksersatz her und erzielte 2025 einen Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar. Für Apollo wäre der Zukauf ein Gewicht im Gesundheitsportfolio, für Johnson & Johnson ein weiterer Schritt zur Fokussierung auf das margenstärkere Pharma- und MedTech-Kerngeschäft.

Pipeline liefert parallel Fortschritte

Während die Konzernstruktur neu gemischt wird, meldet die Pharmaseite Fortschritte. Eine über Janssen lizenzierte Krebstherapie, die als Einmalinjektion in Kombination mit Strahlentherapie wirkt, zeigte in einer abgeschlossenen Phase-1-Studie bei inoperablem, wiederkehrendem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs ermutigende Werte: Bei allen 24 behandelten Patienten traten keine dosislimitierenden Toxizitäten auf.

Die lokale Kontrolle nach einem Jahr lag bei 79 Prozent, das Gesamtüberleben nach einem Jahr bei 70 Prozent – erreicht mit einer niedrigeren Bestrahlungsdosis als bei der vorherigen Behandlung der Patienten.

Die Ergebnisse wurden auf einer Lungenkrebs-Fachkonferenz in Seoul vorgestellt. Eine zusätzliche Patientenaufnahme in die laufende Studie ist geplant, eine randomisierte Studie gilt als nächster logischer Schritt.

Für Johnson & Johnson verläuft die Neuausrichtung damit auf zwei Ebenen parallel: Das Orthopädiegeschäft wird auf einen möglichen Ausstieg vorbereitet, während die Onkologie-Pipeline über Lizenzpartnerschaften wie mit Nanobiotix neue Daten liefert. Ob Apollo den Zuschlag bei DePuy Synthes erhält, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

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