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Johnson & Johnson Aktie: Architekt der Talkum-Einigung geht

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 20:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Johnson & Johnson meldete ein starkes zweites Quartal, senkte die EPS-Prognose leicht und bereitet den Ergebnisbericht am 13. Oktober vor.

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Johnson Consumer Health Produkte, US4781601046 Flatlay mit Pflaster Lotion Stethoskop auf Marmor Illustration mit AI erstellt.

Johnson & Johnson bereitet sich auf die Berichterstattung zum dritten Quartal vor und hat den Termin für die Bekanntgabe der Ergebnisse offiziell für den 13. Oktober angesetzt. Während der Gesundheitskonzern operativ Kurs hält, sorgt ein prominenter Abgang in der Rechtsabteilung für Aufmerksamkeit in Branchenkreisen. Die Aktie des Unternehmens legte am heutigen Dienstag um 1,7 % zu und notiert bei einem Kurs von 233,05 €.

Erste Group Bank passt Gewinnerwartung leicht an

Die Analysten der Erste Group Bank haben am Donnerstag ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr aktualisiert. Die Experten senkten ihre Schätzung für den Gewinn pro Aktie (EPS) geringfügig auf 11,65 US-Dollar, nachdem zuvor ein Wert von 11,68 US-Dollar im Raum gestanden hatte. Damit positioniert sich das Bankhaus jedoch weiterhin über dem allgemeinen Marktkonsens, der derzeit bei 11,61 US-Dollar liegt.

Diese Anpassung folgt auf ein solides zweites Quartal, in dem Johnson & Johnson die Erwartungen des Marktes übertreffen konnte. Mit einem Quartalsumsatz von 25,31 Milliarden US-Dollar verzeichnete der Konzern ein Wachstum von 6,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag in diesem Zeitraum bei 2,90 US-Dollar. Seit Jahresbeginn konnte das Papier bereits um 32 % an Wert gewinnen, was die positive Grundstimmung der Investoren widerspiegelt.

Führungskräfte-Wechsel nach Milliarden-Vergleich

Ein strategisch bedeutsamer Wechsel vollzieht sich unterdessen in der juristischen Führung des Konzerns. Erik Haas, der bisherige Vice President für Mass Tort Litigation, verlässt das Unternehmen und wechselt als Partner zur Kanzlei Linklaters nach New York, wie Bloomberg Law berichtet.

Haas galt als Architekt hinter der juristischen Strategie im langjährigen Streit um talkumbasierte Produkte. Er leitete die Verhandlungen, die im Juli dieses Jahres in einen Vergleichsvorschlag in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar mündeten.

Trotz dieser Einigung bleibt das rechtliche Umfeld komplex. Medienberichten zufolge stellen Urteile wie jenes aus Louisiana weiterhin potenzielle Risiken dar. Die Neubesetzung der Position erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen versucht, die Altlasten aus der Talkum-Litigation endgültig zu bereinigen, um den Fokus wieder stärker auf das operative Kerngeschäft in den Bereichen Pharma und Medizintechnik zu lenken.

Fokus auf Pipeline und anstehende Ergebnisse

Für Anleger rückt nun der 13. Oktober in den Fokus, wenn CEO Joaquin Duato und CFO Joseph Wolk gemeinsam mit Ryan Koors aus der Abteilung für Investor Relations die Zahlen für das dritte Quartal präsentieren werden.

Der Webcast ist für 8:30 Uhr (ET) angekündigt. Dabei dürfte insbesondere die Entwicklung der jüngsten Produktzulassungen im Mittelpunkt stehen. In Europa erhielt das Medikament Tecvayli zuletzt Rückenwind, während in den USA die Zulassung von Imaavy zur Behandlung seltener Anämien die Pipeline stärkte.

Parallel dazu steht eine Ausschüttung für die Aktionäre bevor: Am 8. September wird die vierteljährliche Dividende in Höhe von 1,34 US-Dollar pro Aktie ausgezahlt. Der Ex-Tag für diese Zahlung war bereits am 25. August.

Analysten verweisen zudem darauf, dass die Aktie auf Basis diskontierter Cashflows derzeit mit einem Abschlag gehandelt werden könnte; Schätzungen zum inneren Wert sehen ein Potenzial von rund 27 % gegenüber dem aktuellen Niveau. Über das dritte Quartal hinaus blickt der Konzern bereits auf den Jahresabschluss, dessen Veröffentlichung für den 26. Januar 2027 geplant ist.

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