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Johnson & Johnson Aktie: 100 Milliarden Dollar Umsatz 2026 angepeilt

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 06:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Johnson & Johnson erwartet 2026 mehr als 100 Milliarden Dollar Umsatz, meldet klinische Fortschritte und prüft den Rückschlag bei JNJ-5120.

Modern hospital operating room with robotic surgical arms positioned above a draped patient, surgeons in blue sterile gowns monitoring vital-sign and anatomy screens, bright overhead surgical lighting, stainless steel instrument trays in the foreground
Johnson und US4781601046 zeigen modernen Krankenhaus OP mit Robotik Chirurgie und medizinischen Bildschirmen Illustration mit AI erstellt.

Auf einer Branchenkonferenz am Donnerstag stellte Johnson & Johnson das Erreichen eines historischen Meilensteins in Aussicht: Erstmals will der US-Gesundheitskonzern im Gesamtjahr 2026 die Schwelle von 100 Milliarden Dollar Umsatz übertreffen. Für das bereinigte operative Erlöswachstum peilt die Unternehmensführung 6,5 Prozent an, während der bereinigte Gewinn je Aktie um 7,3 Prozent zulegen soll.

Damit bekräftigt das Unternehmen seinen anhaltenden Expansionskurs. Zuvor hatte das Management seine Jahresprognosen nach übertroffenen Markterwartungen bereits angehoben. Rückenwind erwartet der Konzern vor allem aus der Nachfrage in seinen Kernbereichen, wenngleich die mittelfristige Entwicklung auch mit spürbaren Herausforderungen verbunden bleibt.

Hoher Mittelzufluss und absehbare Patentabläufe

Auf einer Veranstaltung der Deutschen Bank bezifferte die Unternehmensleitung am 14. September den für 2026 erwarteten freien Barmittelzufluss auf rund 21 Milliarden Dollar.

Zugleich wies das Management auf bevorstehende Belastungen hin: Für 2027 kalkuliert Johnson & Johnson mit Umsatzeinbußen von 4 bis 4,5 Milliarden Dollar durch den Verlust von Exklusivrechten für bestehende Medikamente. Bis zum Ende des Jahrzehnts sieht das Unternehmen dennoch einen klaren Weg zu zweistelligem Wachstum.

Dämpfer bei Depressionsmittel und breites Studienprogramm

Nicht jedes klinische Vorhaben liefert indessen die erhofften Resultate. Am Mittwoch berichtete die Nachrichtenagentur Reuters über einen Rückschlag in der Entwicklung: Der experimentelle Wirkstoff JNJ-5120 verfehlte in einer Phase-2-Studie bei Patienten mit schweren Depressionen den primären Endpunkt.

Das Präparat wird im Rahmen einer weltweiten Lizenzvereinbarung mit Contineum Therapeutics erforscht. Laut Johnson & Johnson erwies sich die Substanz als gut verträglich; das Unternehmen prüft nun die Gesamtdaten, um über das künftige Vorgehen zu entscheiden.

Abseits dieses Dämpfers treibt der Konzern seine klinische Forschung weiter voran. Auf dem Fachkongress Psych Congress präsentiert Johnson & Johnson 24 wissenschaftliche Arbeiten, darunter Daten aus der Phase 3 für Caplyta bei bipolarer Manie sowie Resultate zu Spravato und Seltorexant.

Auch im Bereich der Onkologie gab es Fortschritte: Am 14. September meldete das Unternehmen Daten aus der Phase-3-Studie PAPILLON, wonach Rybrevant in Kombination mit Chemotherapie das bislang längste berichtete mediane Gesamtüberleben bei einer bestimmten Form von fortgeschrittenem Lungenkrebs erzielte.

Solide Verfassung an der Börse

Am Aktienmarkt wird die operative Entwicklung des Gesundheitskonzerns weiterhin positiv honoriert. Am Freitag beendete das Papier den Handel bei einem Kurs von 236,35 Euro. Seit Jahresbeginn verbucht der Titel einen Wertzuwachs von 34 Prozent und notiert damit lediglich 2,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

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