JM Smucker Aktie: Rekordhoch nach Zahlenfeuerwerk
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 15:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Quartalsbericht, der die eigenen Erwartungen um fast die Hälfte übertrifft — das schafft nicht jedes Unternehmen. J.M. Smucker hat genau das getan und die Aktie mit einem Sprung auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 134,85 Dollar belohnt.
Der Hersteller von Uncrustables-Sandwiches, Café Bustelo und Milk-Bone meldete für das erste Quartal des Fiskaljahres 2027 ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 3,24 Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur 2,21 Dollar erwartet. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar und lag damit ebenfalls über den Prognosen von 2,12 Milliarden Dollar.
Tariff-Refunds als Sondereffekt
Ein Teil der Gewinnstärke geht auf einen Einmaleffekt zurück: Rückerstattungen von Importzöllen in Höhe von 115 Millionen Dollar trugen 0,84 Dollar zum bereinigten Gewinn je Aktie bei. Rechnet man diesen Effekt heraus, bleibt die Verbesserung solide, aber weniger spektakulär. Die bereinigte Bruttomarge kletterte dennoch um 760 Basispunkte — auch ohne den Sondereffekt wären es noch 240 Basispunkte gewesen.
Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Kaffeegeschäft. Die US-Einzelhandelssparte für Kaffee legte um 13 Prozent zu, angetrieben von höheren Preisen und starker Nachfrage nach Dunkin' und Café Bustelo.
Uncrustables verbuchte ein Umsatzplus von 12 Prozent und laut Unternehmensangaben Rekordwerte bei Volumen und Haushaltsdurchdringung. Schwächer entwickelten sich dagegen die süßen Backwaren, deren Umsatz um 7 Prozent zurückging — belastet durch schwächere Nachfrage im Convenience-Kanal.
Ausblick angehoben, Verschuldung sinkt
Smucker hebt die Jahresprognose an: Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll nun zwischen 10,50 und 11 Dollar liegen, der freie Cashflow bei rund 1,1 Milliarden Dollar.
Der Konzern erreichte sein Verschuldungsziel von maximal dem Dreifachen des EBITDA vorzeitig — die Kennzahl liegt aktuell bei 2,9. Im ersten Quartal baute das Unternehmen rund 230 Millionen Dollar Schulden ab, für das laufende Fiskaljahr sind mindestens 500 Millionen Dollar Tilgung geplant.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 32 Prozent zugelegt und wird derzeit bei etwa 132 Dollar gehandelt. Die Dividende wurde im Juli zum 25. Mal in Folge erhöht — ein Signal für die finanzielle Stabilität des Konzerns trotz eines für das Gesamtjahr weiterhin erwarteten leichten Umsatzrückgangs von 1 bis 2 Prozent, der vor allem aus sinkenden Kaffeepreisen resultiert, die an Verbraucher weitergegeben werden.
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