JinkoSolar, Aktie

JinkoSolar Aktie: Sichert Speicheraufträge in Deutschland

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 03:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Liefervereinbarungen umfassen 264,3 Megawatt Solarmodule für Rumänien und ein deutsches Speicherportfolio mit 220 Megawattstunden.

JinkoSolar meldet Solar- und Speicheraufträge in Rumänien und Deutschland
Moderne Energiespeicheranlage bei Sonnenaufgang als Symbol für nachhaltige Energielösungen und Investitionen. Illustration mit AI erstellt.

Europäische Großprojekte bescheren JinkoSolar zum Ende der Handelswoche operative Impulse. Der Solarkonzern meldete innerhalb weniger Tage zwei bedeutende Abschlüsse in Kontinentaleuropa, die sowohl das Geschäft mit Solarmodulen als auch den Ausbau von industriellen Batteriespeichern betreffen. An den Märkten schloss das Papier am Freitag bei 7,93 Euro, nachdem es am selben Tag bei 7,56 Euro noch ein neues 52-Wochen-Tief markiert hatte.

Liefervertrag für rumänisches Solarkraftwerk

Gestern gab das Unternehmen die Unterzeichnung eines Liefervertrags über 264,3 Megawatt bekannt. Die Vereinbarung umfasst N-Typ-Bifazialmodule der Serie Tiger Neo 3.0 für ein großes Freiflächen-Solarkraftwerk in Rumänien. Nach Angaben des Herstellers erreichen diese Module in der Massenfertigung einen Spitzenwirkungsgrad von bis zu 24,8 Prozent sowie eine Leistung von bis zu 670 Watt pro Einheit.

Die Module weisen eine Bifazialitätsrate von bis zu 90 Prozent auf und verfügen über einen Temperaturkoeffizienten von minus 0,26 Prozent pro Grad Celsius. Für das Projekt wird eine Betriebsdauer von 30 Jahren angesetzt, wobei der Leistungsabfall im ersten Betriebsjahr unter einem Prozent liegen soll, gefolgt von einer jährlichen linearen Degradation von 0,35 Prozent.

Großspeicherprojekt im deutschen Markt

Bereits am Donnerstag sicherte sich das Unternehmen zudem einen Großauftrag in Deutschland. JinkoSolar unterzeichnete Vereinbarungen für ein Hybrid-Speicherprojektportfolio mit einer Gesamtkapazität von 220 Megawattstunden. Das Portfolio kombiniert Grünstrom- und marktbasierte Speicher mit geplanten Photovoltaikanlagen zur Unterstützung einer hybriden Stromabnahme-Strategie.

Technisch setzt das Vorhaben auf das flüssigkeitsgekühlte Tera-Speichersystem von JinkoSolar mit Einheiten von jeweils 5,01 Megawattstunden. Die Speichersysteme weisen laut Unternehmensangaben einen gemessenen Lade- und Entladewirkungsgrad von 94,1 Prozent auf, bieten netzbildende Eigenschaften mit dreifacher Wirkleistung über zehn Sekunden und sind auf eine Nutzungsdauer von 20 Jahren ausgelegt.

Belastungsfaktoren und Branchenumfeld

Die operativen Fortschritte fallen in eine anhaltend schwierige Branchenphase für Solarkomponentenhersteller. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 65 Prozent, was den starken Preisdruck entlang der photovoltaischen Wertschöpfungskette widerspiegelt.

Parallel zu den neuen Aufträgen laufen im Branchenumfeld mehrere Patentstreitigkeiten rund um die TOPCon-Technologie, unter anderem mit Klagen von First Solar am US-Bezirksgericht Delaware. Vor gut drei Wochen hatte JinkoSolar zudem ein Umbauprojekt in Haining genehmigt, um die Fertigungskapazitäten an neuere Zellgenerationen anzupassen.

Die jüngsten Liefer- und Speichervereinbarungen zeigen nun, dass der Konzern trotz des angespannten Marktumfelds bei internationalen Großausschreibungen im europäischen Kernmarkt weiterhin zum Zug kommt.

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