JinkoSolar, Aktie

JinkoSolar Aktie: Pomerantz prüft Wertpapierbetrug

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 20:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Pomerantz untersucht mögliche Verstöße bei JinkoSolar; konkrete Ergebnisse fehlen, während die Aktie seit Jahresbeginn 62 Prozent nachgab.

JinkoSolar: US-Kanzlei prüft Vorwürfe, Aktie verliert 62 Prozent
Moderne Solarpark-Anlage bei düsterer Dämmerung als Symbol für die Energiebranche. Illustration mit AI erstellt.

Neue juristische Vorwürfe belasten den chinesischen Solarkonzern JinkoSolar.

Geprüft wird der Verdacht auf Wertpapierbetrug und andere ungesetzliche Geschäftspraktiken. Bei den Veröffentlichungen der Kanzlei handelt es sich um Anschuldigungen, nicht um gerichtlich festgestellte Verstöße.

Pomerantz prüft Verdacht auf Wertpapierbetrug

Die Kanzlei Pomerantz untersucht, ob Organe von JinkoSolar gegen US-Wertpapiergesetze verstoßen und Marktteilnehmer möglicherweise getäuscht haben. Aus dem Vorgehen der Anwälte geht allerdings nicht hervor, dass eine neue Pflichtmitteilung des Unternehmens selbst den Schritt ausgelöst hätte. Konkrete Ermittlungsergebnisse liegen bisher nicht vor.

Zusätzliche Unruhe brachte eine Meldung aus dem Führungskreis: Director Siew Wing Keong reichte am 23. September eine Absichtserklärung über ein Formular 144 ein. Demnach beabsichtigt er die Veräußerung von 45.000 sogenannten American Depositary Shares (ADS). Bei der Eingabe handelt es sich um eine reine Verkaufsankündigung und nicht um die Bestätigung einer bereits abgewickelten Transaktion.

Umstrukturierung des Aktienkapitals

Parallel zu den juristischen Auseinandersetzungen treibt die Konzernsparte Jinko Solar Co., Ltd. Veränderungen in ihrer Kapitalstruktur voran.

Hohe Verluste seit Jahresbeginn

An der Börse spiegeln sich die anhaltenden operativen und juristischen Unsicherheiten deutlich wider. Zwar verzeichnet das Wertpapier heute ein leichtes Kursplus von 0,6 Prozent auf 8,53 Euro, doch die übergeordnete Tendenz bleibt schwach. Seit dem Jahresanfang summieren sich die Einbußen auf einen Rückgang von 62 Prozent.

Gleichzeitig versucht das Unternehmen, in Spezialbereichen Akzente zu setzen. Medienberichten zufolge meldete die Tochtergesellschaft Jinko ESS Fortschritte bei einem Batteriespeicher-Portfolio mit einer Kapazität von 220 Megawattstunden in Deutschland. Ob derartige Projekte im Speicherbereich das Vertrauen der Investoren nachhaltig stabilisieren, hängt nun maßgeblich vom weiteren Verlauf der rechtlichen Prüfungen in den USA ab.

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