Jinan Shengquan: 11 Prozent Minus im Tech-Ausverkauf
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 14:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein branchenweiter Ausverkauf chinesischer Technologie- und Halbleitertitel hat die Aktie der Jinan Shengquan Group am heutigen Montag schwer getroffen. Das Papier verzeichnete ein Tagesminus von 11 Prozent und fiel auf 36,07 CNY.
Auslöser der breiten Kursschwäche im Tech-Sektor waren Medienberichten zufolge geopolitische Sorgen rund um eine US-Gesetzesinitiative zur Beschränkung von Komponenten für Rechenzentren. Ein unternehmensspezifischer Auslöser für den Kurssturz lag hingegen nicht vor.
Mit den jüngsten Kursverlusten baute der Titel seinen Abstand zum bisherigen 52-Wochen-Hoch bei 74,50 CNY weiter aus. Neben Werten aus dem Bereich Advanced Packaging gerieten an den chinesischen Börsen vor allem Zulieferer der Rechenleistungskette unter Abgabedruck.
Laut Reuters zielt der parteiübergreifende Gesetzesvorschlag aus den USA auf den Ausschluss bestimmter optischer Komponenten aus sensiblen Regierungssystemen ab. Obwohl dieser Entwurf vorrangig andere Hersteller ins Visier nimmt, zog die Verunsicherung das gesamte Branchenumfeld mit nach unten.
Einstieg in die Nuklearlieferkette
Abseits der Marktturbulenzen stellte das Unternehmen am vergangenen Freitag eine strategische Beteiligung vor. Der Vorstand genehmigte eine Barkapitalerhöhung in Höhe von 249.233.598,48 RMB an der Shandong Zhaoyuan Nuclear Power Co., einer Tochtergesellschaft der China General Nuclear Power Corporation. Mit der Zeichnung von 221.212.121,21 RMB des Stammkapitals sichert sich Jinan Shengquan einen Anteil von 5 Prozent an dem Betreiber.
Das Unternehmen begründete den Schritt mit Einsatzmöglichkeiten für die eigenen Spezial- und Kernkraft-Reinigungsharze im Nuklearsektor. Der Zukauf soll den Zugang zur Lieferkette der Kernenergieindustrie eröffnen und ein zusätzliches Standbein neben den bestehenden Aktivitäten schaffen.
Anpassung des Mitarbeiteraktienprogramms
Ebenfalls am Freitag beschloss das Führungsgremium Änderungen am Mitarbeiteraktienprogramm für das Jahr 2025. Nach Ausschüttung der Bardividende wurde der Zuteilungspreis für reservierte Anteile von 13,00 RMB auf 12,35 RMB je Aktie angepasst. Im Rahmen dieser Zuteilung erhalten 185 ausgewählte Beschäftigte insgesamt bis zu 1.000.089 Anteile.
Auf der Analystenseite stufte Bank of China International Securities die Aktie am 12. September nach Vorlage der Zwischenergebnisse für 2026 unverändert mit einer Kaufempfehlung ein und passte die Gewinnprognosen für die Jahre 2026 bis 2028 an. Anleger richten ihr Augenmerk nun darauf, ob sich die Notierung nach dem heutigen Branchenabverkauf stabilisieren kann.
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