JD Sports Fashion Aktie: Marge schlägt Erwartungen
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 09:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Schwache Umsätze, aber eine Marge, die hält – JD Sports Fashion zeigt im ersten Halbjahr, dass sich Preisdisziplin trotz aggressivem Rabattumfeld auszahlen kann. Der Sportartikelhändler bestätigte am Mittwoch seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr, nachdem die Bruttomarge im ersten Halbjahr besser abschnitt als von Analysten befürchtet.
Nordamerika bleibt Sorgenkind
Für die 26 Wochen bis zum 1. August fiel der Umsatz leicht auf 5,9 Milliarden Pfund. Die Bruttomarge sank um 20 Basispunkte auf 46,8 Prozent – Analysten hatten einen doppelt so starken Rückgang erwartet. Der Vorsteuergewinn vor Sondereffekten lag mit 282 Millionen Pfund knapp über dem Konsens von 279 Millionen Pfund.
Der Umsatzrückgang traf vor allem Nordamerika, mit 38 Prozent des Konzernumsatzes die größte Region. Dort schrumpften die organischen Erlöse um 1,7 Prozent, belastet durch Rabattschlachten und Lieferengpässe bei Schuhen, die sich im zweiten Quartal noch verschärften.
Europa mit einem Anteil von 33 Prozent verzeichnete ein moderateres Minus von 0,5 Prozent. Einziger Lichtblick war der Asien-Pazifik-Raum: Dort wuchsen die organischen Erlöse um 10,7 Prozent, allerdings bei einem Konzernanteil von nur 5 Prozent.
Bilanz gestärkt, Ausschüttung erhöht
Auf Konzernebene sanken die organischen Erlöse um 0,7 Prozent, die vergleichbaren Verkäufe (Like-for-like) gaben um 2,8 Prozent nach – Belastungen, die vor allem aus dem intensiven Promotionsumfeld und dem Produktzyklus im Schuhsegment resultierten.
Positiver fällt der Blick auf die Bilanz aus. Statt einer Nettoverschuldung von 125 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum wies JD Sports zum Halbjahresende ein Nettoguthaben von 168 Millionen Pfund aus. Die Dividende je Aktie steigt um 21 Prozent auf 0,40 Pence. Zusätzlich läuft seit dem 3. August die zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms im Volumen von 100 Millionen Pfund, Teil eines insgesamt 200 Millionen Pfund schweren Programms.
Für das Gesamtjahr hält das Management an seiner Prognose fest: Der Vorsteuergewinn vor Sondereffekten soll zwischen 700 und 800 Millionen Pfund liegen, der freie Cashflow zwischen 460 und 520 Millionen Pfund. Konzernchef Régis Schultz betonte, man bleibe auf die Umsetzung der eigenen Strategie fokussiert, während das schwierige Marktumfeld weiter gemanagt werden müsse.
Die kommenden Monate dürften zeigen, ob sich die Erholung in Nordamerika im zweiten Halbjahr fortsetzt – dort hängt viel vom Auslaufen der Lieferengpässe im Schuhsegment ab.
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