Jacquet Metalrvice Aktie: 10 Millionen Euro Einsparungen
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 13:19 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer französische Stahl- und Metalldistributor Jacquet Metals hat im ersten Halbjahr trotz verhaltener Konjunktur zugelegt. Höhere Margen und Zuwächse im Überseegeschäft stützten das operative Ergebnis. An der Börse verbucht die Aktie heute ein Plus von 4,9 Prozent auf 22,65 Euro.
Im ersten Halbjahr kletterte der Konzernumsatz um 1,4 Prozent auf 1,001 Milliarden Euro. Das operative EBITDA erreichte dabei 60 Millionen Euro.
Die Profitabilität zog damit spürbar an. Neben einer verbesserten Rohmarge schlug sich vor allem eine strikte Ausgabendisziplin nieder. Auch unter dem Strich blieb deutlich mehr übrig als im Vorjahreszeitraum.
Laut Reuters verdoppelte sich der Nettogewinn auf 22,5 Millionen Euro mehr als, gestützt von einer Rohmarge von 25,1 Prozent. Das Unternehmen bezifferte den dem Konzern zurechenbaren Nettogewinn auf 22 Millionen Euro.
Hinter diesem Ertragszuwachs steht allerdings eine regional sehr uneinheitliche Entwicklung. Während das Geschäft in Übersee spürbar an Dynamik gewann, bremste die anhaltende Nachfrageschwäche auf dem deutschen Markt das europäische Geschäft aus.
Nordamerika stützt, Sparprogramm in Deutschland
Die Absatzmenge stieg im ersten Halbjahr insgesamt um 1,5 Prozent. Getragen wurde dieser Zuwachs vor allem von den Marken JACQUET und STAPPERT, die vom Schwung in Nordamerika profitierten. Dagegen litt die Sparte IMS unter dem schwachen Umfeld in Deutschland.
Das Management reagiert auf den Druck im deutschen Markt mit Anpassungen in der Organisation. Ein Programm bei der Tochter IMS soll die Kostenbasis dauerhaft senken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Bis 2028 sollen die Einsparungen bei IMS jährlich rund 10 Millionen Euro erreichen. Zugleich investierte das Unternehmen in die Expansion: Neben Zukäufen von Grundstücken in Spanien und einem neuen Distributionszentrum in Chengdu übernahm Jacquet Metals die spanische SABATER Fundimol sowie Energy Steel Products in den USA.
Solide Bilanz und vorsichtiger Ausblick
Trotz dieser Akquisitionen präsentiert sich die Bilanz stabil. Zum Stichtag am 30. Juni belief sich die Nettoverschuldung auf 143 Millionen Euro, während der Verschuldungsgrad bei 21 Prozent lag.
Für die kommenden Quartale rechnet das Management mit einer weiterhin geringen Visibilität am Markt. Die Unternehmensführung kündigte an, das finanzielle Gleichgewicht strikt im Blick zu behalten. Belastbare Signale für eine breite Erholung der europäischen Kernmärkte fehlen vorerst.
Neue Einblicke in den Geschäftsverlauf versprechen die Zahlen für das dritte Quartal am 4. November. Die Bilanz für das Gesamtjahr folgt im März 2027. Mit dem jüngsten Kursanstieg notiert das Papier noch 7,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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