ITM Power Aktie: EBITDA-Verlust um 27 Prozent gesenkt
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 00:19 Uhr | Redaktion boerse-global.deFür ITM Power rückt der nächste wichtige Finanztermin näher. Am Freitag ging die Aktie mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent bei 1,09 Euro aus dem Handel. Auslöser aus dem operativen Tagesgeschäft gab es für diesen Anstieg nicht. Im Fokus der Marktteilnehmer steht vielmehr die angekündigte Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das am 30. April 2026 beendete Geschäftsjahr, die für den 19. Oktober 2026 angesetzt ist.
Angepasste Prognose vor den Jahreszahlen
Vor rund zwei Wochen hatte ITM Power den Ausblick auf das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) angehoben. Der erwartete bereinigte EBITDA-Verlust für das Geschäftsjahr 2026 wurde auf 20 bis 21 Millionen Pfund eingegrenzt. Dies bedeutet eine Verbesserung um 27 Prozent gegenüber der früheren Prognose. Die Zielmarken für die Umsatzerlöse sowie die Barmittel blieben dabei unverändert.
Dieser Schritt wies auf eine striktere Ausgabendisziplin hin. Mit den anstehenden Zahlen erhalten Anleger nun Aufschluss über die tatsächlichen Erlöse und Kosten des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Großprojekt mit Raffinerie und angepasster Kapitalrahmen
Parallel dazu wurden Weichen für die mittelfristige Geschäftsentwicklung gestellt. Vor gut einer Woche unterzeichnete die Konzerngesellschaft Hydropulse eine Grundsatzvereinbarung mit einer europäischen Ölraffinerie über ein 150-Megawatt-Projekt zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Der Kontrakt ist auf eine Laufzeit von zehn Jahren ausgelegt.
Gegenwärtig läuft eine gemeinsame Vorplanungsstudie. Die endgültige Investitionsentscheidung wird für 2027 angestrebt, während die Produktion 2029 anlaufen soll. ITM Power bezeichnete das Vorhaben im Falle verbindlicher Verträge als die bislang größte kommerzielle Zusage der Unternehmensgeschichte.
Auf gesellschaftsrechtlicher Ebene korrigierte ITM Power zudem den Beschlussentwurf für die Hauptversammlung am 30. Oktober. In Beschluss 11b soll der maximale Gesamtnennbetrag der neu auszugebenden Eigenkapitalwertpapiere von 34.570.278 £ auf 23.046.852 £ gesenkt werden.
Anfang des Monats hatte zudem die Verwahrstelle von CFO Amy Grey 111 Stammaktien zu je 1,0053 £ veräußert, um Kontoführungsgebühren zu decken. Laut ITM Power geschah diese Transaktion ohne Kenntnis oder Anweisung der Finanzchefin.
Fokus auf Barmittel und Projektumsetzung
Vor der Zahlenvorlage richtet sich der Blick vor allem auf die verbleibende Liquidität und den Zeitplan der Entwicklungsprojekte. Großvorhaben im Raffineriesektor verlangen mehrjährige Vorbereitungszeiten bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme.
Seit Jahresbeginn verbucht das Papier ein Plus von 51 Prozent, doch für eine nachhaltige Neubewertung kommt es auf den Nachweis an, dass sich die operativen Verluste wie angekündigt verringert haben. Die vorläufigen Geschäftszahlen dürften hierzu erste belastbare Daten liefern.
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