iShares MSCI World ETF: 1,4 Prozent Wochenminus unter Druck
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 11:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Steigende Ölpreise und ein sprunghafter Anstieg der US-Anleiherenditen setzen globale Aktien unter Druck – auch der iShares MSCI World ETF bekommt die Nervosität an den Märkten zu spüren. Der Fonds schloss am Montag bei 207,18 US-Dollar, ein Minus von 0,7 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 1,4 Prozent zu Buche, über 30 Tage sind es 0,8 Prozent im Minus.
Reuters berichtete, dass der MSCI All-World-Index im Handelsverlauf am Montag um 0,1 Prozent nachgab, da steigende Ölpreise die Inflationssorgen befeuerten.
Steigende Zinsen belasten Aktienbewertungen generell, treffen aber besonders Indizes mit hohem US-Anteil wie den MSCI World, dessen Zusammensetzung stark von amerikanischen Unternehmen dominiert wird.
Die Unsicherheit setzte sich am heutigen Dienstag in Asien fort: Dortige Aktienmärkte notierten laut AP mehrheitlich schwächer, da Öl und US-Renditen erhöht blieben und die Frage nach einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus weiterhin ungeklärt ist. Diese Gemengelage aus geopolitischem Risiko und Zinsangst dürfte auch den weiteren Wochenverlauf für globale Aktien prägen.
Blick auf die Konjunkturdaten am Freitag
Anleger richten den Blick nun auf den kommenden Freitag, wenn der US-Arbeitsmarktbericht für September ansteht. Reuters stufte diesen Termin gemeinsam mit dem monatlichen PCE-Inflationsbericht als kurzfristigen Markttreiber ein, der die Zinserwartungen der Notenbank beeinflussen könnte. Fällt der Bericht robuster aus als erwartet, könnte dies die Rendite-Dynamik weiter verstärken und zusätzlichen Druck auf Aktienbewertungen ausüben.
Fondszuflüsse bleiben durchwachsen
Auf Branchenebene zeigt sich ein gemischtes Bild. Medienberichten zufolge flossen US-börsengehandelten Fonds in der Woche bis zum 18. September insgesamt 91,9 Milliarden Dollar zu, wovon internationale Aktien-ETFs 9,5 Milliarden Dollar erhielten.
Gleichzeitig meldete das Investment Company Institute für globale Aktien-ETFs in der Woche bis zum 16. September eine geschätzte Nettoemission von 2,087 Milliarden Dollar. Diese Zahlen beziehen sich auf die gesamte Kategorie globaler Aktienfonds und lassen keine Rückschlüsse auf den iShares MSCI World ETF im Speziellen zu.
Gegenläufig dazu berichtete Reuters unter Berufung auf LSEG-Lipper-Daten von Nettoabflüssen aus globalen Aktienfonds in Höhe von 23,21 Milliarden Dollar in der Woche bis zum 16. September – der größte Wochenabfluss seit neun Monaten. Auch hier handelt es sich um eine branchenweite Kennzahl, nicht um eine fondsspezifische Angabe für den iShares MSCI World ETF.
Mit einem RSI von 48,2 und einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 10 Prozent zeigt sich der Fonds derzeit weder überkauft noch überverkauft – ein Hinweis darauf, dass die Marktteilnehmer angesichts der geopolitischen Unsicherheit vorerst abwarten, statt in eine Richtung zu drängen.
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