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iShares MSCI EAFE ETF: 2,7% unter dem 52-Wochen-Hoch

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 05:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der STOXX 600 verlor im September 1,5 Prozent; höhere Renditen und Energiekosten setzen Europas und Japans Aktienmärkten zu.

iShares MSCI EAFE ETF: Zins- und Energiesorgen belasten Märkte
Ein moderner, heller Büroarbeitsplatz mit Laptop und Glas Wasser in einer professionellen Finanzumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Zum Abschluss des Monats September sieht sich der iShares MSCI EAFE ETF mit verstärktem Gegenwind in den entwickelten Märkten außerhalb Nordamerikas konfrontiert.

Während die Bilanz seit Jahresbeginn mit einem Zuwachs von 12 % weiterhin positiv ausfällt, sorgten steigende Anleiherenditen und geopolitische Spannungen zuletzt für Belastungen an den europäischen und asiatischen Börsen. Die Kombination aus restriktiver Geldpolitik und hohen Energiekosten dämpft derzeit die Stimmung der Anleger in den wichtigsten Industrienationen.

Europa verbucht ersten Monatsverlust seit einem halben Jahr

Wie Medienberichte unter Berufung auf Reuters zeigen, verzeichnete der europäische Leitindex STOXX 600 im September seinen ersten monatlichen Rückgang seit sechs Monaten. Mit einem Minus von 1,5 % spiegeln die Kurse die Sorge der Anleger vor einer durch den Nahost-Konflikt getriebenen Energieinflation wider.

Steigende globale Anleiherenditen und damit einhergehende höhere Kreditkosten erwiesen sich dabei als deutlicher Hemmschuh für die im ETF enthaltenen Industrieländer-Werte. Anleiherenditen auf Mehrjahreshochs dämpften den Risikoappetit und wogen schwerer als die Kursgewinne bei Technologiewerten, die zuvor von der Euphorie um Künstliche Intelligenz profitiert hatten.

Hierbei rückt insbesondere die Abhängigkeit Europas von Energieimporten als konjunkturelle Schwachstelle in den Fokus. Am gestrigen Mittwoch schloss der iShares MSCI EAFE ETF bei 91,73 Euro, was einem Tagesrückgang von 0,5 % entspricht.

Trotz dieser jüngsten Korrektur notiert das Papier derzeit lediglich 2,7 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 94,28 Euro. Die Erwartungen dauerhaft höherer Zinsen bleiben ein zentrales Thema für Marktteilnehmer, während die steigenden Energiekosten die Rentabilität in vielen Sektoren belasten könnten.

Japanische Renditen erreichen Mehrjahreshoch

Auch in Japan, einem zentralen Bestandteil der Anlageregion des ETF, hat sich das Marktumfeld verschärft. Am vergangenen Freitag kletterte die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen auf 3,115 % und erreichte damit den höchsten Stand seit dem Jahr 1996. Die Erwartung einer strafferen Geldpolitik wird durch die Befürchtung untermauert, dass der Ölpreis infolge der Unsicherheiten im Nahen Osten dauerhaft über die Marke von 100 US-Dollar steigen könnte.

Laut Reuters belastete dieser weltweite Ausverkauf am Anleihenmarkt die Aktienmärkte erheblich, da die Inflationstendenzen durch die hohen Rohstoffpreise befeuert werden.

Zwischenzeitlich gab es jedoch auch stabilisierende Impulse. So befanden sich die Aktienmärkte am vergangenen Freitag laut Reuters auf Kurs zu ihrer stärksten Woche seit Anfang August. Hoffnungen auf eine verbesserte Energieversorgung und Berichte über mögliche diplomatische Annäherungen zwischen den USA und dem Iran bremsten den Anstieg der Rohölpreise zeitweise ab.

Diese Nachrichtenlage verhalf den Märkten kurzzeitig zur Erholung, bevor erneut die Sorgen über die Zinsentwicklung in den Vordergrund rückten. Für Investoren bleibt die Entwicklung der globalen Renditen und der Rohstoffmärkte der entscheidende Faktor für die weitere Performance des Industrieländer-Portfolios.

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