iShares Core MSCI World ETF: Vom siebten auf den ersten Platz
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 06:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Freitag sorgten Signale für eine vorläufige Beruhigung im Nahen Osten für Kurszuwächse an den weltweiten Börsen. Laut Reuters stiegen europäische Aktien um 1,25 %, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die USA würden den Iran vor den US-Zwischenwahlen im November nicht angreifen.
Diese Aussage dämpfte die Sorgen um die globale Energieversorgung und führte zu einem Rückgang der Ölpreise, was die Märkte nach den vorangegangenen Turbulenzen entlastete. Der iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) spiegelte diese Entwicklung wider und schloss am Freitag bei einem Kurs von 131,84 €.
Spitzenplatz beim Handelsvolumen in Europa
Neben der jüngsten Markterholung verzeichnete der thesaurierende Fonds eine auffällig hohe Aktivität. Wie Daten von Tradeweb zeigen, belegte der ETF im September den ersten Platz unter den in Europa gelisteten ETFs nach gehandeltem Nominalvolumen. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber dem siebten Platz im August dar.
Zwar lassen diese Daten keine direkten Schlüsse auf konkrete Nettomittelzuflüsse zu, sie unterstreichen jedoch das enorme Handelsinteresse der Marktteilnehmer an diesem globalen Anlageinstrument in einem volatilen Umfeld.
Die allgemeine Nachfrage nach globalen Aktienstrategien blieb im September robust. Medienberichten zufolge verzeichneten europäische ETFs in diesem Zeitraum geschätzte Nettozuflüsse von insgesamt 34,2 Milliarden Euro. Davon entfielen allein 14,0 Milliarden Euro auf die Kategorie der weltweiten Aktienanlagen.
In der Woche vom 28. September bis zum 2. Oktober flossen globalen Aktien-ETFs zudem rund 568,3 Millionen Euro neu zu. Die positive Grundtendenz stützte auch den Kursverlauf des iShares-Produkts, das seit Jahresanfang ein Plus von 18 % erzielt hat.
Technologiewerte und Anleiherenditen sorgen für Schwankungen
Trotz der jüngsten Erholung war die Handelswoche von Phasen der Unsicherheit geprägt. Am Donnerstag belasteten schwache Technologiewerte und schwankende Renditen bei US-Staatsanleihen das Marktumfeld.
Laut einem Bericht der Financial Times lag der annualisierte Umsatz von OpenAI deutlich unter den zuvor signalisierten Erwartungen, was insbesondere Halbleiterwerte unter Druck setzte. Reuters berichtete in diesem Zusammenhang von Kursverlusten bei Chipaktien von mehr als 3 %. Der Nasdaq gab am Donnerstag um 1,25 % nach.
Ein weiterer Belastungsfaktor war die Volatilität am Rentenmarkt. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen schwankte am Donnerstag zwischen 5,35 % und 5,23 %. Zudem blieben fiskalpolitische Bedenken in Frankreich sowie die Sorge vor anhaltendem Inflationsdruck Risikofaktoren für die Anleger.
Am Montag hatten hingegen starke Kursgewinne bei Schwergewichten wie Nvidia, Meta Platforms und Microsoft den breiten Markt noch gestützt, als zeitweise nachlassende Ölpreise den technologischen Aufschwung begleiteten. Am Freitag verzeichnete der ETF am Ende des Handels eine positive Tagesveränderung von 0,6 %.
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