IQM, Quantum

IQM Quantum: Zweites System für TOYO Corporation

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 05:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

IQM Quantum Computers erweitert das Japan-Geschäft, steigert den Auftragsbestand auf über 102 Millionen Euro und plant weitere Produktionskapazitäten.

IQM Quantum Computers verkauft zweites System nach Japan
Futuristisches Quantencomputer-Labor mit goldener Verkabelung und eleganter Beleuchtung Illustration mit AI erstellt.

Der finnische Quantencomputer-Spezialist IQM Quantum Computers baut seine Präsenz auf dem asiatischen Markt weiter aus. Durch den Verkauf eines zweiten Full-Stack-Systems an die japanische TOYO Corporation stärkt das Unternehmen seine Position innerhalb der technologischen Infrastruktur des Landes. Gleichzeitig wächst der Auftragsbestand des erst im Juli an der Nasdaq gelisteten Konzerns auf ein neues Rekordniveau.

Ausbau der Testkapazitäten in Tokio

Die TOYO Corporation hat den Kauf eines „IQM Spark“ bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um ein 5-Qubit-System, das im Forschungs- und Entwicklungszentrum des Unternehmens im Tokioter Stadtteil Kiba installiert werden soll. Diese Entscheidung folgt auf eine bereits bestehende Bestellung eines „IQM Radiance“ mit 20 Qubits, das für den Einsatz beim nationalen Forschungsinstitut AIST G-QuAT vorgesehen ist.

Medienberichten zufolge sollen beide Systeme bis Ende des Jahres ausgeliefert werden, wobei der Start des Vollbetriebs für Anfang 2027 geplant ist. Die Installationen dienen als Testumgebung für Unternehmen, Institute und Universitäten. Damit unterstützt IQM die nationalen Ziele Japans, bis zum Jahr 2030 rund zehn Millionen Quantennutzer zu erreichen und eine Wertschöpfung von 50 Billionen Yen durch diese Technologie zu generieren.

Wachsender Auftragsbestand und Umsatzziele

Die jüngste Bestellung aus Japan unterstreicht die fortschreitende Kommerzialisierung der Systeme von IQM. Das Unternehmen hat weltweit bisher 26 Full-Stack-Quantencomputer verkauft, von denen 17 bereits an Kunden ausgeliefert wurden. Infolge der Neuzugänge erhöhte sich der Auftragsbestand bis August 2026 auf über 102 Millionen Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr strebt das Management einen Gesamtumsatz zwischen 42 Millionen und 47 Millionen Euro an. Im ersten Halbjahr wurden Erlöse in Höhe von 8,9 Millionen Euro erzielt. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, hat das Unternehmen zudem über 40 Millionen Euro in eine Wafer-Fabrik investiert, die eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 30 Systemen ermöglichen soll.

Kapitalausstattung für die kommenden Jahre

Trotz der operativen Fortschritte befindet sich IQM weiterhin in einer verlustreichen Expansionsphase.

Dennoch sieht sich das Unternehmen finanziell gut gerüstet: Laut Einschätzung des Managements reicht diese Kapitalreserve aus, um den Betrieb bis in das zweite Quartal 2028 sicherzustellen.

An der Börse verbuchte die Aktie am gestrigen Mittwoch einen Kurszuwachs von 1,3 % und schloss bei 8,15 €. Trotz dieser kurzfristigen Erholung notiert der Wert derzeit mit einem Abstand von 25 % deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 16. Juli bei 10,82 € markiert wurde.

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