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IQM QUANTUM COMPUTERS OY-ADR Aktie: BTIG startet mit Kaufempfehlung

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 04:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BTIG bewertet IQM positiv; neue Systemverkäufe und ein Auftragsbestand von 102,1 Millionen Euro prägen die Wachstumsperspektive.

IQM Quantum Computers: BTIG startet mit Kaufempfehlung und 20-Dollar-Kursziel
Abstrakte Darstellung eines Quantencomputer-Labors mit leuchtenden Schaltkreisen in einer technologischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Am Montag stieg das Analysehaus BTIG mit einer Kaufempfehlung in die Bewertung von IQM Quantum Computers ein. Die Analysten vergaben das Votum „Buy“ und riefen ein Kursziel von $20.00 aus. Als wesentliche Treiber nannten sie das etablierte Vor-Ort-Geschäft mit Quantencomputern sowie die sich abzeichnenden Auftragseingänge für das Jahr 2027.

Die positive Einschätzung rückt die fortschreitende Kommerzialisierung in den Fokus. Während viele Branchenakteure noch vorrangig auf cloudbasierte Testumgebungen setzen, fokussiert sich das finnische Unternehmen auf den direkten Verkauf physischer Anlagen an Institute und Partnerunternehmen.

Diese operative Entwicklung schlägt sich auch im Kursverlauf nieder. Gestern schloss das Papier bei 9,13 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,1 Prozent entsprach. Auf Sicht von sieben Tagen summiert sich der Kursanstieg damit auf 10 Prozent.

Expansion in Südamerika und Asien

Das Vertrauen der Marktbeobachter speist sich aus konkreten Fortschritten beim Vertrieb. IQM erschließt neue geografische Regionen und kann zugleich bestehende Kundenbeziehungen vertiefen, was die Nachfrage nach den standardisierten Systemen der Spark-Reihe unterstreicht.

Am 17. September vereinbarte das Unternehmen mit dem brasilianischen Eldorado Research Institute die Bereitstellung eines Spark-Systems, womit der Markteintritt in Südamerika besiegelt wurde. Kurz zuvor, am 15. September, meldete bereits die japanische TOYO Corporation den Kauf eines zweiten vollwertigen Rechners desselben Typs.

Ergänzend zu den Systemverkäufen treibt IQM die Software-Integration voran. Auf der Fachkonferenz IEEE Quantum Week schloss sich das Unternehmen dem CUDA-Q-Logical-Framework von NVIDIA an. Die Finnen gehören damit zu den frühen Anwendern, die die offene Architektur für das Benchmarking fehlerkorrigierter Systeme nutzen – Seite an Seite mit Forschungseinrichtungen wie dem Fermi National Accelerator Laboratory und den Sandia National Laboratories.

Solide Liquidität und ambitionierte Jahresziele

Finanziell stützt sich die Expansion auf ein solides Polster. Wie die vor über einem Monat vorgelegten Halbjahreszahlen zeigten – seither legte die Aktie um 6,2 Prozent zu –, lag der Kassenbestand Anfang Juli bei 309,4 Millionen Euro. Dem stand in den ersten sechs Monaten ein operativer Verlust von 60,5 Millionen Euro gegenüber.

Für Anleger steht nun im Vordergrund, wie zügig das Unternehmen die vereinbarten Lieferungen abarbeitet und in Umsatz verwandelt. Da komplexe Quantenrechner aufwendige Vorbereitungen am jeweiligen Einsatzort erfordern, entscheidet die operative Ausführung darüber, ob die hohen Erwartungen an künftige Buchungen erfüllt werden können.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Management Gesamterlöse von bis zu 47 Millionen Euro an. Als Fundament dient der Auftragsbestand, der sich Anfang August auf 102,1 Millionen Euro belief. Bei den neuen Bestellungen strebt das Unternehmen im selben Zeitraum ein Volumen von bis zu 75 Millionen Euro an.

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