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Intuitive Machines Aktie: Kurs bricht trotz NASA-Auftrag ein

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 18:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
B. Riley reduziert das Kursziel trotz Kaufempfehlung; der NASA-Vertrag ist finanziell nicht beziffert und die Quartalszahlen folgen am 12. November.
Abstrakte Darstellung von Raumfahrttechnologie und metallischen Oberflächen in einer kühlen, technologischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

NASA/JPL hat Intuitive Machines für die Raumfahrzeugplattform und Systemintegration der Erdbeobachtungsmission FALCON-RADAR ausgewählt. Der Auftrag erweitert das Geschäft mit wissenschaftlichen Satellitenmissionen. Sein finanzieller Beitrag bleibt allerdings offen: Weder Auftragswert noch erwartete Einnahmen wurden veröffentlicht. Für Anleger ist das eine wichtige Einschränkung vor den anstehenden Quartalszahlen.

Plattformauftrag mit langfristigem Horizont

Intuitive Machines stellt für die Mission die IM-300-Plattform bereit. Der Start ist frühestens 2029 geplant. Ein Satellit in polarer, sonnensynchroner Umlaufbahn soll Wolken, Konvektion und leichten Niederschlag untersuchen.

Dafür ist ein W-Band-Dopplerradar vorgesehen. Die Mission soll ergänzende Daten zu EAGLE-VSWIR liefern und damit die Beobachtung atmosphärischer Prozesse erweitern. Der Auftrag betrifft die technische Grundlage des Raumfahrzeugs sowie die Integration seiner Systeme.

Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die dritte NASA-Erdwissenschaftsmission innerhalb von sechs Monaten. Auch EAGLE-VSWIR nutzt dieselbe Plattform; diese Mission ist für 2028 geplant. Dort umfasst der Auftrag zusätzlich den Missionsbetrieb und das Bodensegment.

Die erneute Auswahl zeigt, dass NASA/JPL die Plattform für unterschiedliche wissenschaftliche Aufgaben einsetzt. Für die kurzfristige Umsatzbewertung reicht die Meldung jedoch nicht aus. Ohne Angaben zu Vergütung und Zahlungsplan lässt sich aus dem Auftrag kein konkreter Ergebnisbeitrag ableiten.

B. Riley senkt den Bewertungsmaßstab

Parallel zum Auftragserfolg werden Analysten bei der Bewertung vorsichtiger. B. Riley senkte gestern das Kursziel von 43 auf 34 US-Dollar, bestätigte aber die Kaufempfehlung. Als Grund nennt das Haus sinkende Bewertungsmultiplikatoren trotz des wachsenden Auftragsbestands.

Die Unterscheidung ist wichtig: Die Zielsenkung begründet B. Riley mit einem niedrigeren Bewertungsansatz, nicht mit einer Abkehr von der positiven Anlageeinschätzung. Ein größerer Auftragsbestand führt damit nicht automatisch zu einem höheren Kursziel.

Für das Geschäftsjahr 2027 setzt B. Riley nun das Siebenfache des Unternehmenswerts zum Umsatz an. Zuvor hatte das Haus mit dem Neunfachen gerechnet.

Bei den bevorstehenden Quartalszahlen erwartet B. Riley einen Umsatz von 252 Mio. US-Dollar und ein EBITDA von 2,2 Mio. US-Dollar. Beim Umsatz liegt die Schätzung über dem genannten Konsens, beim EBITDA darunter.

Damit richtet sich der Blick nicht allein auf das Wachstum. Entscheidend wird auch, wie profitabel Intuitive Machines die zusätzlichen Erlöse erwirtschaftet. Die NASA-Meldung beantwortet diese Frage noch nicht.

Quartalsbericht muss die Umsetzung belegen

Die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 sollen am 12. November vor US-Börsenöffnung erscheinen. Der Termin bietet Anlegern den nächsten konkreten Prüfpunkt für die Umsetzung der Aufträge und den Jahresausblick.

Für das Gesamtjahr stellt Intuitive Machines einen Umsatz von 900 Mio. bis 1 Mrd. US-Dollar sowie ein positives bereinigtes EBITDA in Aussicht. Diese Ziele bleiben Prognosen und sind durch die neue Auftragsmeldung nicht bereits abgesichert.

Die Aktie verzeichnet heute eine Tagesveränderung von -16%. Der weitere NASA-Auftrag verhindert damit keinen deutlichen Kursrückgang. Für eine belastbarere Einordnung brauchen Anleger nun vor allem Fortschritte bei Umsatzrealisierung, Ergebnisentwicklung und Zahlungsströmen — nicht nur weitere Vertragsmeldungen ohne bezifferten Wert.

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