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Intesa Sanpaolo Aktie: Goldman hebt Kursziel an

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 19:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neunmonatsgewinn und operative Erträge legten zu, während die Kosten sanken; Goldman Sachs erhöhte sein Kursziel auf 8,20 Euro.
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Goldman Sachs traut Intesa Sanpaolo nach dem Quartalsbericht mehr zu. Das Analysehaus erhöht sein Kursziel von 7,80 auf 8,20 Euro und bestätigt die Kaufempfehlung. Höhere Ergebnisschätzungen stützen die Neubewertung. Für Anleger spricht damit die verbesserte Gewinnperspektive für die Aktie, sofern die Bank ihre Erwartungen im weiteren Geschäftsverlauf erfüllt.

Höhere Schätzungen stützen die Kaufempfehlung

Analystin Sofie Peterzens hat ihre Gewinnannahmen nach den Quartalszahlen angehoben. Außerdem verschob sie die Bewertungsbasis des Kursziels nach vorn. Die Originalstudie erschien gestern. Das höhere Ziel beruht damit sowohl auf veränderten Ergebniserwartungen als auch auf einer aktualisierten Bewertungsgrundlage.

Auch Citigroup positioniert sich positiv: Das Haus nimmt die Analyse mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 7,18 Euro wieder auf. Die Aktie notiert bei 6,20 € und damit unter beiden Analystenzielen.

Die positive Einschätzung erhält Rückhalt aus dem operativen Geschäft. Intesa verbindet steigende Erträge mit sinkenden Kosten. Diese Kombination stärkt die Ertragskraft, solange das Wachstum nicht durch einen erneuten Kostenanstieg aufgezehrt wird.

Rekordgewinn mit operativer Grundlage

In den ersten neun Monaten 2026 erzielte Intesa einen Rekord-Nettogewinn von 8,2 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Zuwachs von 8,2 Prozent.

Der Ergebnisanstieg geht mit einer verbesserten Kosteneffizienz einher. Damit liefern die Geschäftszahlen eine operative Grundlage für die optimistischeren Analystenschätzungen.

Die operativen Nettoerträge stiegen um 5 Prozent auf 21,46 Milliarden Euro. Zugleich gingen die Kosten um 1,3 Prozent zurück.

Für die Bewertung zählt nun die Fortsetzung dieser Entwicklung. Die gestiegene Ertragsbasis spricht für Intesa, sofern die Bank ihre Kostendisziplin auch bei weiterem Geschäftswachstum wahrt.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Intesa inzwischen einen Nettogewinn von mehr als 10 Milliarden Euro. Im dritten Quartal lag das Ergebnis bei 2,65 Milliarden Euro.

Ausschüttung und Übernahme als nächste Prüfsteine

Neben der Ergebnisentwicklung rücken die Ausschüttung und das Angebot für Monte dei Paschi di Siena in den Blick. Beide Themen setzen konkrete nächste Orientierungspunkte für Aktionäre.

Die Abschlagsdividende für 2026 beträgt 0,22 Euro je Aktie. Die Auszahlung ist für den 25. November vorgesehen.

Bei der geplanten Übernahme steht die Stellungnahme des MPS-Verwaltungsrats noch aus. Nach einem Bericht der Börsen-Zeitung soll sie bis Ende November vorliegen. Reuters zufolge dürfte die Angebotsphase voraussichtlich in der Woche ab dem 23. November beginnen.

Kurzfristig stützen damit höhere Gewinnschätzungen und die bevorstehende Ausschüttung das Anlageargument. Zusätzliche Klarheit über die Übernahme entsteht, sobald die erwartete Bewertung des MPS-Verwaltungsrats vorliegt.

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