International Consolidated Airlines Aktie: Prognose hält, Gewinn schrumpft
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 10:13 Uhr | Redaktion boerse-global.deErst der Tiefschlag, dann die Erholung: Die Aktie der British-Airways-Mutter rutschte nach den Q3-Zahlen zunächst auf 411,2 Pence und drehte im Handelsverlauf ins Plus. Auslöser war weniger das Quartal selbst als die Zusage des Managements, am Margenziel für 2026 festzuhalten.
Weniger Gewinn trotz Umsatzplus
Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 4,5 Prozent auf 9,74 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sonderposten sank dennoch von 2,05 auf 1,73 Milliarden Euro. Die operative Marge lag bei 17,7 Prozent.
Zwei Faktoren drückten auf die Bilanz. Die Treibstoffkosten legten nach Absicherung um 30,4 Prozent zu. Die Stückkosten ohne Treibstoff stiegen um 3,4 Prozent, auch wegen erheblicher Störungen in der Flugsicherung.
Über die ersten neun Monate fiel das operative Ergebnis um 11,4 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 50,4 Cent nach 55,5 Cent im Vorjahreszeitraum.
Atlantik trägt das Geschäft
Die Nachfrage auf den Langstrecken fing einen Teil des Drucks auf. Auf dem Nordatlantik legten die Stückerlöse um 11,0 Prozent zu, bei nahezu unveränderter Kapazität. British Airways steigerte sie sogar um 12,0 Prozent.
Iberia wuchs mit dem A321XLR bei der Kapazität kräftig und verbesserte die Stückerlöse. In Europa kappte der Konzern dagegen die Kapazität, um die Profitabilität zu schützen, während Wettbewerber ausbauten. Im Raum Afrika, Naher Osten und Südasien brach das Angebot um 19,0 Prozent ein, weil viele Ziele am Golf ausgesetzt wurden. Die Stückerlöse stiegen dort trotzdem um 13,2 Prozent.
Für das Gesamtjahr rechnet IAG nun mit leicht sinkender Kapazität gegenüber 2025. Die Treibstoffrechnung soll bei 8,9 Milliarden Euro liegen, die Stückkosten ohne Sprit dürften um rund ein Prozent steigen.
Aktionäre werden bedacht
Konzernchef Luis Gallego bekräftigte, dass die operative Marge vor Sonderposten mindestens 12 Prozent erreichen soll. Er sprach von einem positiven Ausblick für den Rest des Jahres und den Start ins nächste Jahr.
Die Zwischendividende erhöht IAG um 10 Prozent auf 0,053 Euro je Aktie. Zudem läuft die letzte Tranche des Aktienrückkaufs über 500 Millionen Euro, Teil eines Programms von insgesamt 1,5 Milliarden Euro.
Die Aktie notierte zuletzt rund ein Prozent im Plus bei 431,1 Pence, obwohl der FTSE 100 nach einem Technologie-Ausverkauf an der Wall Street deutlich nachgab. Marktbeobachter werten die Erholung als Zeichen, dass Anleger die bestätigte Prognose höher gewichten als den Gewinnrückgang. Am Vortag hatte der Schlusskurs bei 427,20 Pence gelegen.
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