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Intercontinental Exchange Aktie: Brent-Optionen brechen Rekorde

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 14:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ICE verzeichnete 28 Millionen Brent-Optionskontrakte und ein um 18 Prozent höheres Open Interest als zuvor.

Fotorealistischer Blick auf einen modernen Börsensaal mit Tradern
Intercontinental Exchange Handelsparkett US45866F1049 zeigt viele Händler an Monitoren mit Börsenkursen und Kerzencharts Illustration mit AI erstellt.

Rohöl bleibt nervös, und davon profitiert die Börse hinter dem Brent-Kontrakt. Intercontinental Exchange meldet für das dritte Quartal 2026 so viele gehandelte Brent-Optionen wie nie zuvor.

Rekord bei Volumen und Handelsaktivität

28 Millionen Kontrakte wechselten im Quartal den Besitzer. Das durchschnittliche Tagesvolumen lag bei mehr als 437.200 Kontrakten und damit seit Jahresbeginn 63 Prozent höher. Auch das Open Interest wuchs: Es stieg um 18 Prozent auf 4 Millionen offene Kontrakte.

Für das Gesamtjahr spricht der Konzern vom volumenstärksten Jahr für Brent-Optionen in der Firmengeschichte. Über alle Brent-Futures und -Optionen hinweg legte das durchschnittliche Tagesvolumen seit Jahresbeginn um 23 Prozent zu.

Volatilität als Treiber

Jeff Barbuto, Global Head of Oil Markets bei ICE, sieht die Schwankungen an den Energiemärkten als zentralen Grund. Brent sei als globaler Maßstab das liquideste Instrument, um Preisrisiken abzusichern oder eine Marktmeinung auszudrücken. Das Benchmark-Öl dient als Preisreferenz für mehr als drei Viertel des international gehandelten Rohöls.

Besonders gefragt sind laut Barbuto kurzfristige Absicherungen. Wochenoptionen mit täglichem Verfall dienen Marktteilnehmern dazu, Ereignisrisiken abzudecken. Daneben gibt es monatliche Kontrakte für langfristige Positionen und Optionen auf Durchschnittspreise. ICE verweist auf Liquidität, Produkttiefe und Margeneffizienz, wenn Kunden ihr Ölgeschäft an einem Ort bündeln.

Breites Ökosystem rund um Brent

Auf dem Brent-Benchmark bauen mehr als 800 Futures- und Optionskontrakte auf. Sie reichen von Rohöl über Raffinerieprodukte und Biokraftstoffe bis zu Tankerfracht. Ergänzend betreibt ICE weitere Öl-Referenzpreise, darunter Midland WTI, Platts Dubai und Low Sulphur Gasoil.

Der Marktanteil am globalen Rohöl-Optionshandel wächst nach Unternehmensangaben seit mehr als einem Jahrzehnt jährlich. Gleiches gilt für die Zahl der Teilnehmer und der aktiv gehandelten Brent-Optionsinstrumente.

Für ICE zählt das Energiegeschäft damit weiter zu den stabilen Wachstumsfeldern. Solange die Preisausschläge am Ölmarkt anhalten, dürfte die Nachfrage nach Absicherung hoch bleiben. Die nächsten Volumenzahlen folgen mit den Ergebnissen des vierten Quartals.

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