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Intel Aktie: SK Hynix prüft HBM-Produktion

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 16:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SK Hynix erwägt eine teilweise Verlagerung der HBM-Basischip-Produktion zu Intel. Der mögliche Auftrag ist bislang nicht bestätigt.

Intel prüft möglichen Foundry-Auftrag von SK Hynix
Abstraktes Bild einer hochmodernen Halbleiter-Fertigungsanlage mit leuchtenden Schaltkreisen und moderner Technologie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Intel könnte einen bedeutenden Foundry-Kunden gewinnen: SK Hynix prüft laut südkoreanischen Medienberichten, die Produktion von Basis-Chips für die nächste HBM-Speichergeneration teilweise an Intel auszulagern. Bislang deckt SK Hynix diesen Bedarf über TSMC ab – ein Wechsel würde die Abhängigkeit vom taiwanischen Auftragsfertiger spürbar verringern.

Kostendruck treibt Diversifizierung

Der Hintergrund ist wirtschaftlich nachvollziehbar: Basis-Dies von TSMC kosten laut den Berichten drei- bis viermal so viel wie die eigentlichen Core-DRAM-Dies.

Intels EMIB-Packaging-Technologie wird derzeit getestet und könnte laut Berichten die Verpackungskosten um bis zu 50 Prozent senken. SK Hynix hatte bereits im Juni Muster der HBM4E-Generation mit 16 Gbit/s und einer um 20 Prozent verbesserten Energieeffizienz an Kunden ausgeliefert.

Ein Deal ist von SK Hynix bislang nicht bestätigt worden. Parallel investiert der Speicherhersteller über 4 Milliarden Dollar in ein Verpackungswerk in Indiana, dessen Produktion erst in der zweiten Hälfte 2029 anlaufen soll – der mögliche Intel-Auftrag beträfe also eine Übergangsphase davor.

Für Intels Foundry-Sparte wäre ein solcher Auftrag ein wichtiges Signal. Das Segment verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen operativen Verlust von 2,1 Milliarden Dollar. Ein Großkunde wie SK Hynix würde nicht nur Auslastung bringen, sondern auch die technologische Reputation der Foundry im hart umkämpften Speichergeschäft stärken, in dem aktuell auch Samsung und Micron um Marktanteile ringen.

Laut SemiAnalysis führt derzeit Samsung bei der HBM4-Technologie, während SK Hynix seinen Basis-Chip neu designen muss – was die Lieferung für Nvidias Rubin-Plattform verzögert.

Kursreaktion verhalten

Die Nachricht sorgte im vorbörslichen Handel für ein leichtes Plus von 1,5 Prozent bei Intel, ehe die Aktie im regulären Handel um 0,5 Prozent nachgab – SK Hynix verlor zeitweise 1,5 Prozent.

Am heutigen Montag notiert das Intel-Papier bei 77,68 Euro und liegt damit 14 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 90,39 Euro. Der Titel hat sich seit Jahresbeginn dennoch um 147 Prozent verteuert und bewegt sich damit weiterhin deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Überlagert wurde die Foundry-Meldung am Montag von gesamtmarktlichen Turbulenzen: Der geldpolitisch restriktive Ton von Fed-Chef Warsh ließ den Philadelphia-Halbleiterindex am Freitag um 3,47 Prozent einbrechen, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September stieg auf bis zu 60 Prozent. Auch der südkoreanische Kospi zeigte sich am Montag volatil, schloss nach zwischenzeitlichem Minus von 3,55 Prozent aber im Plus.

Ausblick für Anleger

Für Intel bleibt die SK-Hynix-Option vorerst eine Chance, kein bestätigter Auftrag. Sollte der Deal zustande kommen, würde er die Diversifizierungsstrategie der Foundry-Kunden im Speichermarkt untermauern und Intels Positionierung im margenträchtigen HBM-Segment stärken.

Die Volatilität von 67 Prozent auf 30-Tage-Basis zeigt, dass der Markt auf Foundry-Nachrichten wie diese sensibel reagiert – ohne dass bislang eine klare Kursrichtung erkennbar wäre.

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