Inogen, Aktie

Inogen Aktie: Verkauf des Mietgeschäfts an Rotech

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 09:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der erwartete Verkauf bringt Inogen bis zu 24,8 Millionen US-Dollar; ein erweitertes Rückkaufprogramm hängt vom Vollzug ab.

Inogen verkauft US-Sauerstoffmietgeschäft an Rotech Healthcare
Modernes, helles Arztzimmer mit medizinischer Ausrüstung in einer professionellen, klinischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Inogen verzeichnet heute ein deutliches Kursplus von 11 Prozent auf 5,15 Euro. Auslöser für den kräftigen Zuwachs ist eine Vereinbarung über den Verkauf des US-Mietgeschäfts für Sauerstoffsysteme an Rotech Healthcare. Die Transaktion sieht Barzahlungen von bis zu rund $24,8 Millionen vor und verschafft dem Medizintechnikunternehmen frische finanzielle Mittel für strategische Anpassungen.

Details zur Transaktion mit Rotech Healthcare

Laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC einigte sich Inogen gestern mit Rotech Healthcare auf die Veräußerung der Sparte für das US-Sauerstoffmietgeschäft. Der geschätzte Barerlös von bis zu rund $24,8 Millionen unterliegt noch nachträglichen Anpassungen nach dem Vollzug. Zudem vereinbarten beide Parteien, den Kaufpreis in sechs Raten zu begleichen.

Der Abschluss der Unternehmenstransaktion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Neben dem Verkauf vereinbarten Inogen und Rotech Healthcare eine langfristige Liefervereinbarung. Für die Rechnungslegung bedeutet dieser Schritt eine Zäsur: Das Unternehmen beabsichtigt, den Mietbereich ab den Ergebnissen für das dritte Quartal 2026 als aufgegebene Geschäftsbereiche auszuweisen.

Durch die Vereinbarung trennt sich das Unternehmen von operativen Verpflichtungen im US-Mietbereich und bindet den Partner gleichzeitig über den Liefervertrag langfristig an die eigenen Produkte. Anleger bewerten diese Neuordnung am heutigen Handelstag spürbar positiv, nachdem das Papier gestern noch bei 4,66 Euro aus dem Handel gegangen war.

Aufgestocktes Aktienrückkaufprogramm unter Vorbehalt

Bereits am Montag stellte die Unternehmensführung weitere Weichen für die Verwendung künftiger Mittel. Der Verwaltungsrat beschloss eine Erhöhung der Autorisierung für Aktienrückkäufe von zuvor $30,0 Millionen auf nun bis zu $45,0 Millionen. Dieser Betrag versteht sich exklusive von Gebühren, Provisionen und weiteren Transaktionskosten.

Gleichzeitig verlängerte das Gremium die Laufzeit des Rückkaufprogramms: Statt zum 31. Dezember 2027 läuft die Ermächtigung nun bis zum 30. Juni 2028. Diese Aufstockung ist jedoch strikt an eine Bedingung geknüpft. Das geänderte Rückkaufprogramm tritt erst in Kraft, wenn die Transaktion mit Rotech Healthcare erfolgreich vollzogen wird.

Damit knüpft das Unternehmen die zusätzliche Kapitalrückführung direkt an den planmäßigen Vollzug des Spartenverkaufs im Schlussquartal. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt die Umsetzung der neuen Rahmenbedingungen abhängig von den letzten vertraglichen Schritten.

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