Aktie, Geschäftsbetrieb

innoscripta Aktie: Geschäftsbetrieb läuft trotz Durchsuchung weiter

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 13:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Unternehmen meldet bislang keine betroffenen Geschäftsvorgänge im laufenden Geschäftsjahr; mögliche Folgen der Ermittlungen bleiben offen.

innoscripta nach Durchsuchungen: Geschäft läuft regulär weiter
Modernes, schattiges Bürointerieur in gedimmtem Licht, das eine seriöse und angespannte geschäftliche Atmosphäre vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Die innoscripta SE hat am gestrigen Freitag über den aktuellen Stand nach den behördlichen Durchsuchungen informiert und eine erste Einordnung für das operative Geschäft gegeben. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb regulär weiter.

Zudem seien nach derzeitigem Kenntnisstand keine Geschäftsvorgänge des laufenden Geschäftsjahres von den Untersuchungen betroffen. An der Börse ging die Aktie des Unternehmens am Freitag mit einem Kursplus von 9,0 Prozent bei 41,05 Euro aus dem Handel.

Details zu den Vorwürfen

Hintergrund der behördlichen Maßnahmen ist der Verdacht der Beihilfe zu nicht gerechtfertigten Steuervorteilen bei Forschungszulagen einzelner Kunden. Bereits am Donnerstag hatte die Gesellschaft mitgeteilt, dass Geschäftsräume des Unternehmens sowie weiterer Einheiten der innoscripta-Gruppe durchsucht worden seien. Grundlage für diese Maßnahmen bildeten Beschlüsse des Amtsgerichts Schwäbisch Gmünd vom 3. August und 15. September.

Gegenstand der Ermittlungen sind demnach mögliche Fehlhandlungen einzelner Mitarbeiter bei bestimmten Kundenmandaten. innoscripta betonte, die Vorgänge intern umfassend zu prüfen und uneingeschränkt mit den Behörden zu kooperieren. Eine abschließende Bewertung möglicher rechtlicher oder finanzieller Folgen sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach Unternehmensangaben noch nicht möglich.

Operatives Umfeld vor den Durchsuchungen

Die behördlichen Maßnahmen treffen die Gesellschaft nach einer Reihe unternehmerischer Weichenstellungen. Vor rund einem Monat hatte innoscripta eine Umsatzsteigerung für das erste Halbjahr ausgewiesen und zugleich die Expansion nach Österreich im Zusammenhang mit der dortigen Forschungsprämie angekündigt.

Zudem setzten Führungskräfte sowie ein Großaktionär vor rund einem Monat Signale durch den Zukauf von Aktien. Die Ermittlungen haben diese operativen Aspekte jedoch in den Hintergrund gerückt und die Gesamtsituation spürbar verändert.

Reaktionen am Kapitalmarkt

Die behördlichen Schritte zogen Konsequenzen an den Märkten nach sich. Medienberichten zufolge setzte das Analysehaus Warburg Research die Einstufung sowie das Kursziel für den Titel aus.

Im Handel spiegelte sich die Verunsicherung der Marktteilnehmer ebenfalls wider. Trotz des Kursanstiegs zum Wochenausklang setzte im weiteren Verlauf eine Erholung ein.

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