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INNIO Aktie: Datacenter-Auftrag und Rating-Upgrade

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 14:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

INNIO verbucht 450 Megawatt für nordamerikanische Rechenzentren, während Moody’s die Bonität anhebt und den Ausblick auf positiv setzt.

INNIO erhält Datacenter-Großauftrag und Moody’s-Rating-Upgrade
Modernes Rechenzentrum mit blauer Beleuchtung als Symbol für digitale Infrastruktur und technologisches Wachstum. Illustration mit AI erstellt.

INNIO liefert gleich zwei gute Nachrichten an einem Tag. Der Gasmotoren-Hersteller sichert sich einen Großauftrag über 450 Megawatt für Rechenzentren in Nordamerika – und das nur wenige Stunden, nachdem Moody's die Kreditwürdigkeit des Unternehmens hochgestuft hat.

Datacenter-Boom treibt Auftragseingang

Ein US-Energieversorger bestellt bei INNIO containerisierte Jenbacher-J624-Motoren, um Rechenzentren mit sogenannter Behind-the-Meter-Power zu versorgen – also mit Strom, der direkt vor Ort erzeugt wird und nicht durch das öffentliche Netz muss. Der Auftrag wurde im laufenden dritten Quartal 2026 gebucht, die Auslieferung ist bis 2028 geplant. Für den Kunden ist es die bislang größte Bestellung dieser Art, wie INNIO mitteilt.

Der Hintergrund: Der Boom bei künstlicher Intelligenz und Hochleistungsrechenzentren frisst enorme Strommengen, während die Netzinfrastruktur in vielen US-Regionen an ihre Grenzen stößt. Genau diese Lücke will INNIO mit seinen schnell einsetzbaren Gasmotoren schließen. CEO Olaf Berlien sieht das Unternehmen damit als Teil der Lösung für ein Problem, das branchenweit für Kopfzerbrechen sorgt.

Moody's sieht solidere Finanzpolitik

Parallel zur Auftragsmeldung hat Moody's das Corporate-Family-Rating von INNIO von B1 auf Ba3 angehoben, der Ausblick wechselt von stabil auf positiv. Auch die besicherten Kredite in Dollar und Euro erhalten die Höherstufung. Die Ratingagentur begründet den Schritt mit einer konservativeren Finanzpolitik nach dem Börsengang im Juni 2026 sowie der starken operativen Entwicklung.

Zahlen unterstreichen das: Der Auftragsbestand lag Mitte 2026 bei 6,6 Milliarden Dollar, davon entfielen 4,1 Milliarden Dollar auf Datacenter-Bestellungen der vergangenen zwölf Monate. Der Umsatz kletterte auf über 3 Milliarden Dollar für die zwölf Monate bis Juni 2026 – nach 2,2 Milliarden Dollar im Jahr 2024.

Die Verschuldung bleibt allerdings ein Thema: Die Netto-Verschuldung lag im Juni 2026 bei dem 2,7-Fachen des EBITDA, über der selbst gesteckten Zielmarke von 2,0. INNIO hat sich verpflichtet, temporäre Anstiege bis 2,5 nur für Übernahmen zuzulassen und zahlt vorerst keine Dividende. Moody's erwartet, dass die Verschuldungsquote 2026 in Richtung des 4,0-Fachen sinkt, gemessen an einer breiteren Schuldendefinition.

Für 2026 rechnet INNIO mit einem Umsatz zwischen 3,8 und 3,9 Milliarden Dollar sowie einem bereinigten EBITDA von 720 bis 740 Millionen Dollar. Die Laufzeiten sämtlicher Kredite wurden bereits auf 2031 verlängert, dazu kommen eine Milliarde Dollar Cash und eine ungenutzte Kreditlinie über 300 Millionen Euro. Der jüngste Großauftrag aus dem Datacenter-Geschäft dürfte diese Wachstumsprognose zusätzlich untermauern.

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