INFRACORE Aktie: Erste Bilanz nach dem Börsengang
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 08:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Knapp einen Monat nach dem Börsengang legt Infracore die ersten Zahlen vor — und sie fallen solide aus. Der Spezialist für Gesundheitsimmobilien steigerte im ersten Halbjahr 2026 sowohl Mieterträge als auch Gewinn und bestätigte gleichzeitig seine Ausschüttungsprognose für das Gesamtjahr.
Mieterträge und Gewinn ziehen an
Die Mieteinnahmen kletterten um 5,3 Prozent auf 35,9 Millionen Franken. Der operative Gewinn (EBITDA) legte um 3,6 Prozent auf 32,4 Millionen Franken zu, was einer außergewöhnlich hohen Marge von 90,4 Prozent entspricht. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn um 5,5 Prozent auf 22,8 Millionen Franken, der Gewinn je Aktie kletterte von 1,86 auf 1,96 Franken.
Bemerkenswert ist die Entwicklung beim Verschuldungsgrad: Der Netto-Loan-to-Value verbesserte sich deutlich auf 42,8 Prozent, nach 44,5 Prozent Ende 2025 und noch 48,6 Prozent ein Jahr zuvor. Für ein Immobilienunternehmen, das gerade erst an die Börse gegangen ist, signalisiert das eine solide Kapitalstruktur — ein Faktor, der bei institutionellen Investoren in der aktuellen Zinslandschaft besonderes Gewicht hat.
IPO und erste Zukäufe
Infracore vollzog den Börsengang am 9. Juli 2026. Kurz danach erwarb das Unternehmen die Liegenschaft „See-Spital" in Horgen — die erste Sale-and-Leaseback-Transaktion mit einem öffentlichen Krankenhaus. Im gleichen Zeitraum trennte sich die Gesellschaft von zwei nicht zum Kerngeschäft zählenden Immobilien in Solothurn und Sorengo.
Das Immobilienportfolio wurde zum 30. Juni 2026 mit rund 1,412 Milliarden Franken bewertet. Die Kombination aus Zukauf und Portfoliobereinigung deutet auf eine klare Fokussierung: weg von Randbeständen, hin zu Kernobjekten im Gesundheitssektor.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Infracore mit Mieteinnahmen von rund 74 Millionen Franken und Funds from Operations von etwa 47 Millionen Franken. Die geplante Ausschüttung soll zwischen 2,95 und 3,05 Franken je Aktie liegen — die Bestätigung dieser Spanne dürfte für Anleger, die gezielt auf Immobilien-Dividendenwerte setzen, das zentrale Signal der Halbjahreszahlen sein.
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