Icon, Aktie

Icon Aktie: Nachbörslich zweistellig im Plus

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 22:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Starke Auftragseingänge und ein höherer Nettogewinn im Vorjahresvergleich treffen auf sinkende Umsätze und eine angepasste Jahresprognose.
Abstrakte Darstellung von positivem Marktwachstum durch ein modernes Gebäude im Sonnenaufgang Illustration mit AI erstellt.

Eine Zahl sticht aus den Quartalsergebnissen von Icon heraus: Der Auftragsbestand wächst auf 24,5 Milliarden Dollar. Der Umsatz schrumpft dagegen weiter. Die Börse honorierte vor allem die Auftragslage. Nach Handelsschluss legte die Aktie des Auftragsforschers um 7,7 Prozent auf rund 197 Dollar zu.

Aufträge als Treiber

Netto gewann Icon im dritten Quartal Aufträge im Volumen von 3,15 Milliarden Dollar. Das Book-to-Bill-Verhältnis liegt bei 1,56. Die Bruttoaufträge stiegen um 26,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Backlog wuchs binnen eines Quartals um 4,8 Prozent.

Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen knapp. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,66 Dollar, Analysten hatten mit 2,64 Dollar gerechnet. Der Umsatz kam auf 2,02 Milliarden Dollar, ein Prozent über dem Konsens.

Gewinn unter Vorjahr

Der Blick zurück fällt weniger freundlich aus. Der Umsatz sank um 2,9 Prozent. Das bereinigte EBITDA fiel um 13,1 Prozent auf 336,9 Millionen Dollar, die Marge beträgt 16,6 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag 2025 noch bei 3,20 Dollar.

Sequenziell zeigt sich ein besseres Bild: Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg gegenüber dem zweiten Quartal um 3,9 Prozent, das EBITDA um 3 Prozent. Der Vorstand führt das auf einen besseren Geschäftsmix und Kostendisziplin zurück. Der ausgewiesene Nettogewinn von 122,1 Millionen Dollar steht zudem gegen einen Verlust im Vorjahresquartal. Damals belasteten Abschreibungen auf Firmenwerte und andere Vermögenswerte.

Für das Gesamtjahr 2026 aktualisiert Icon die Prognose. Der Umsatz soll zwischen 8,1 und 8,2 Milliarden Dollar liegen, der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 10,35 und 10,65 Dollar. Als Grund nennt das Management auch höhere durchlaufende Kosten.

Kapitalrückgabe und Bilanz

Icon kaufte im Quartal eigene Aktien für 400 Millionen Dollar zurück, im Schnitt zu 170 Dollar je Anteil. Der Verwaltungsrat stockte die Rückkaufermächtigung auf insgesamt 750 Millionen Dollar auf. Sie soll opportunistisch genutzt werden.

Der freie Cashflow lag bei 302,4 Millionen Dollar. Im August platzierte das Unternehmen zudem eine Investment-Grade-Anleihe über 2,15 Milliarden Dollar. Mit dem Erlös tilgte es einen Term Loan, bestehende Anleihen und einen Überbrückungskredit. Die Nettoverschuldung beträgt 2,6 Milliarden Dollar.

Am Mittwoch um 14:00 Uhr deutscher Zeit stellt sich das Management in einer Telefonkonferenz den Fragen der Analysten. Dann dürfte sich zeigen, wie es den Weg von der Auftragsflut zu wieder steigenden Umsätzen beschreibt. Im regulären Handel hatte die Aktie zuvor 0,4 Prozent auf 182,98 Dollar nachgegeben.

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